G5-Treffen in Hannover
Obama schickt mehr Elitesoldaten nach Syrien

Die USA engagieren sich stärker für Syrien. Dort wächst die Angst vor einem Scheitern der Waffenruhe. Um den syrischen Bürgerkrieg wird es auch an diesem Montag beim Minigipfel in Hannover gehen.

Washington/ DamaskusDie USA wollen zusätzlich 250 Soldaten nach Syrien schicken. Das sagte US-Präsident Barack Obama am Montag in Hannover. Sie sollen dazu beitragen, die Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat voranzutreiben.

Damit bestätigte Obama einen entsprechenden Medienbericht des „Wall Street Journals“. Das Blatt hatte geschrieben, die USA hielten die Entsendung zusätzlicher Soldaten für nötig, um erreichte Fortschritte zu bewahren und weitere zu erzielen, beispielsweise die Rückeroberung der derzeitigen IS-Hochburg Rakka. Wie es weiter hieß, wird sich das zusätzliche Kontingent aus Spezialkräften und Unterstützungspersonal zusammensetzen.

Bisher sind in Syrien rund 50 US-Elitesoldaten stationiert, die vor allem örtlichen Rebellengruppen beratend zur Seite stehen. Auch die neuen Soldaten sollen nicht in direkte Kampfhandlungen am Boden verwickelt sein, wie Obama sagte.

Der US-Präsident forderte Europa und die Nato auf, sich stärker in Syrien und Irak zu engagieren. „Europa und die Nato können noch mehr tun“, sagte Obama. In Syrien und im Irak müssten mehr Nationen zum Kampf, zu Ausbildung und Aufbau beitragen. Es brauche „mehr wirtschaftliche Hilfe für Irak, damit der Extremismus bekämpft werden kann“.

Der US-Präsident wird in Hannover am Montagnachmittag mit Großbritanniens Premier David Cameron, Frankreichs Präsident François Hollande und Italiens Regierungschef Matteo Renzi zusammentreffen. Gastgeberin wird Bundeskanzlerin Angela Merkel sein. Nach US-Medienangaben sollen Sicherheitsfragen einschließlich der Lage im Bürgerkriegsland Syrien erörtert werden.

Die Entsendung von US-Bodentruppen nach Syrien schloss Obama erneut aus. Es wäre ein „Fehler“, sollten die USA, Großbritannien oder andere Mitglieder der US-geführten Allianz „Bodentruppen einsetzen und das Assad-Regime stürzen“, sagte Obama am Sonntag der britischen BBC. Eine „militärische Lösung allein“ könne es für den Konflikt in Syrien nicht geben.

Entscheidend sei es, dass die internationale Gemeinschaft Druck ausübe auf Akteure wie Russland, den Iran und die gemäßigte syrische Opposition, „damit sie sich an einen Tisch setzen, um einen politischen Übergang auszuhandeln“, sagte Obama. Er rief die Konfliktparteien am zur Rückkehr zur Waffenruhe auf. Er habe mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über eine „Wiedereinsetzung“ der Feuerpause gesprochen, sagte Obama in Hannover.

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Cyber-Angriffe auf die Terrormiliz IS

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