G7-Gipfel in Elmau
Ein Tag für die Rettung der Welt

Der G7-Gipfel im bayerischen Elmau nimmt an Fahrt auf. Alle Staats- und Regierungschefs sind eingetroffen, mit einem Frühstück hat der Gipfel begonnen. Zum Auftakt dominieren die schönen Bilder aus Bayern.
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Garmisch-Partenkirchen/ElmauZum G7-Gipfel sind inzwischen alle Staats- und Regierungschefs der sieben teilnehmenden Länder in Bayern eingetroffen. Am späten Vormittag stieg der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi bei strahlendem Sonnenschein am Flughafen in München aus dem Flugzeug. Bereits am frühen Morgen war US-Präsident Barack Obama eingetroffen und mit bayerischer Tradition empfangen worden. Trachtenvereine und Gebirgsschützen standen wie auch bei der Ankunft des britischen Premierministers David Cameron und Frankreichs Staatspräsident François Hollande Spalier und spielten traditionelle Musik.

Am Morgen hatte Angela Merkel US-Präsident Barack Obama in der Ortschaft Krün zu einem bayerischen Frühstück eingeladen. Das 1900 Seelen-Dorf hat die beiden Regierungschefs mit Trachtlern und Blasmusik empfangen. Vor dem Rathaus wurde eigens ein Biergarten aufgebaut. Die Kanzlerin und ihr wichtigster Verbündeter bei der Brotzeit, das waren die ersten Bilder, die vom G7-Gipfel um die Welt gingen.

Noch läuft alles für Merkel. Das fängt schon beim Wetter an. Von den befürchteten Gewitterwolken ist nichts zu sehen. Blau-weißer Himmel über Elmau und Krün. Doch wenn der Gipfel der Staatschefs der sieben größten Industrieländer (G7) mehr als schöne Bilder produzieren soll, dann ist das Frühstück mit Obama für Merkel nur der Auftakt zu einem wahren Gesprächsmarathon.

28 Stunden hat sie Zeit zwischen der Brotzeit mit dem US-Präsidenten und ihrer Abschlusspressekonferenz, die für Montag 14.30 Uhr angesetzt ist. 28 Stunden, vier Arbeitssitzungen, ein Abendessen und ein Mittagessen mit den mächtigen Staatenlenkern sind geplant.

Alles ist durchgetaktet. Während Merkel noch mit Obama in Krün frühstückt, landeten am Flughafen in München die letzten Gäste. Während Obamas Air Force One schon um 06.55 Uhr eintraf, kam der französische Staatspräsident Francois Hollande als Letzter am späten Vormittag am Münchener Flughafen an. Weiter ging es mit dem Hubschrauber direkt zum Schloss Elmau. Nach einem gemeinsamen Spaziergang mit den Gästen steht zwischen 13.30 Uhr und 15 Uhr die erste Arbeitssitzung an.

Das Thema: Weltwirtschaft. So unspezifisch das klingt, so riskant ist es für Merkel. Hier kann jeder seine Probleme platzieren, oder sich seinen Frust von der Seele reden. Vor allem ein Thema könnte da unangenehm werden: die drohende Staatspleite Griechenlands. „Natürlich wird das angesprochen werden“, heißt es aus der deutschen Delegation.

Wird Elmau doch noch zum Krisengipfel? Viel liegt daran, wie die Stimmung zu Beginn intoniert wird. Und ausgerechnet einer, der gerade Frust schiebt, gibt das erste Statement. Während Merkel mit Obama in Krün Bürgerfragen beantwortet, werden EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk in Elmau sich den Fragen der Journalisten stellen. Und die dürften sich vor allem für zwei Krisenherde interessieren: Griechenland und Ukraine.

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