G7-Treffen in Den Haag
Obama schmiedet Allianz des Westens gegen Russland

Gibt sich Moskau mit der Krim zufrieden? Der Westen befürchtet, dass sich Russland auch andere Regionen einverleiben könnte. In Den Haag sprechen die G7 über die Krise – während auf der Krim nun mit Rubel bezahlt wird.
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Den HaagUS-Präsident Barack Obama und die anderen Staats- und Regierungschefs der führenden sieben Industriestaaten (G7) beraten an diesem Montag in Den Haag über die Ukraine-Krise. Am Rande eines Gipfels von 53 Staatenlenkern über den Schutz von Nuklearmaterial vor Terroristen will die Siebener-Gruppe ein Zeichen der Gemeinsamkeit und Geschlossenheit gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin setzen. Die G7 wird Russland voraussichtlich davor warnen, die Lage in der Ukraine weiter zu destabilisieren und etwa Truppen in den Osten der Ukraine zu schicken. Zu dem Gipfel kommt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Nach der Annexion der Halbinsel Krim wächst im Westen die Sorge vor neuen Gebietsansprüchen Russlands. Die Nato zeigte sich beunruhigt über die russische Truppenpräsenz an der Ostgrenze der Ukraine. Die Streitkräfte seien so stark, dass sie im Konflikt um die abtrünnige Region Transnistrien auch eine Bedrohung für die frühere Sowjetrepublik Moldau darstellen könnten, sagte Oberkommandeur Philip Breedlove in Brüssel. Außenminister Frank-Walter Steinmeier drohte Moskau mit schärferen Sanktionen, falls sich die Krise ausweite.

Doch Russlands Präsident Wladimir Putin lässt sich nicht beirren. Er ordnete zudem die Einführung neuer Verwaltungsstrukturen an. Bis zum 29. März müssen die Polizei und der Zivilschutz, aber auch der Inlandsgeheimdienst FSB und andere Staatsorgane nach russischem Recht errichtet werden. Außerdem soll an diesem Montag auf der Krim neben der ukrainischen Währung Griwna offiziell der Rubel als Zahlungsmittel eingeführt werden.

In Donezk in der Ostukraine forderten am Sonntag mehrere tausend Menschen ein Referendum über eine Abspaltung, viele Demonstranten unterzeichneten Probestimmzettel. Für zusätzliche Unruhe sorgten Spekulationen über eine Konzentration russischer Streitkräfte an der Grenze. Moskau wies diese Berichte zurück. Russland halte sich an alle internationalen Vereinbarungen, sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Anatoli Antonow der Agentur Interfax zufolge.

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„Jetzt ist es wichtig, dass die Nato Präsenz zeigt“

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  • USA gehört eingesperrt, Deutsche Regierung sollte sich schämen. Wie lange wollt ihr noch Angst vor OBAMA& Mc. haben? Hat Frau Merkel nichts aus der Geschichte Deutschlands gelernt? Faschismus in Ukraine zu unterstützen mit unseren Geldern. Hallo geht es ihnen Gut? Zu ihnen Hr. Steinmeier selbsternannter Experte für Russland, Sie haben keine Ahnung von der Osteuropa. Wegen solchen Menschen wie Ihnen eskaliert drüben alles.

  • Furchtbar !!! Das hirnlose Amerika - wie seit der Gründung - ununterbrochen auf dem Kriegspfad. Und unsere unterwürfige Kanzlerdarstellerin vorweg mit dabei, es widert einen an ! Hat denn wirklich niemand den Mut, diese fähnchenschwenkenden " oh my god" Schreier zu bremsen ???

  • Wo bleibt die Auflösung des unrechtmäßigen Guantanamo-Gefängnisses??? Darf ein Friedensnobelpreis-Träger so eine Anstalt unterhalten???

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