G7 und IWF: Ukraine könnte 40 Milliarden Dollar erhalten

G7 und IWF
Ukraine könnte 40 Milliarden Dollar erhalten

Die G7 und der IWF erwägen laut einem Medienbericht die Auflage eines größeren Hilfspakets für die Ukraine. Die Gesamtsumme könnte etwa 40 Milliarden Dollar betragen. Allerdings gibt es noch keine Entscheidung.
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WashingtonDie sieben führenden Industrienationen (G7) und der Internationale Währungsfonds (IWF) erwägen nach Angaben von Insidern die Auflage eines größeren Hilfspakets für die Ukraine. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von einem der mit dem Vorgang vertrauten Personen erfuhr, könnte die Gesamtsumme etwa 40 Milliarden Dollar betragen.

Allerdings sei noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden. Ein zweiter Insider bestätigte die Gespräche. Man sei dabei noch nicht an das Direktorium des IWF herangetreten. Einigkeit bestehe darüber, dass die bisherige Hilfssumme von 17 Milliarden Dollar nicht ausreiche.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält sich zu diesen Überlegungen bedeckt. Die Frage, ob beim G20-Finanzministertreffen in Istanbul etwas zu einem solchen Paket mit ganz neuen Größenordnungen beschlossen worden sei, beantwortet er kurz mit „Nein“. Allerdings habe man „im Kreise der Hauptbeteiligten“, auch mit IWF-Chefin Christine Lagarde, über das Thema Hilfen für die Ukraine gesprochen. „Die IWF-Mission ist noch im Gange“, stellt er klar. Sie werden wohl Ende dieser Woche abgeschlossen werden.

Der IWF hatte sich im Januar bereiterklärt, die Auflage eines größeren Paketes zu unterstützen. Eine Summe wurde damals nicht genannt. Gegenwärtig halten sich Vertreter des Fonds in Kiew zu Verhandlungen auf. In etwa zwei Wochen soll das ukrainische Parlament über Änderungen am Haushalt beraten, die als Bedingung für eine Vereinbarung gelten. Am Mittwoch findet ein Ukraine-Gipfeltreffen in Minsk statt. Deutschland hat gegenwärtig den G7-Vorsitz inne.

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  • Wie lange glaubt man, werden 40 Mrd. Dollar der Ukraine reichen?
    Wird es länger als in Afghanistan reichen? Dann reicht es kaum 12 Monate.
    Man kann leicht hochrechnen, wie viele Jahre man 40 Mrd. Dollar der Ukraine leihen will. Das Geld reicht aber nur, um den Status quo zu erhalten. Die Wirtschaft der Ukraine braucht zusätzliches Geld. Noch mehr Geld wird gebraucht um Öl, Gas und andere Rohstoffe zu bezahlen. Dann müssen nur noch neue Märkte erobert werden, weil Russland wohl als Markt für ukrainische Exporte einige Monate ausfallen könnte. Die Lebensmittelpreise in Europa könnten dauerhaft sinken, was die Bauern in Deutschland, Polen und anderen Staaten Europas Tränen in die Augen treiben sollte. Aber Fachkräfte würden millionenfach nach Deutschland streben. Der Mangel wäre dauerhaft beseitigt.
    Glaubt immer noch jemand, dass es keine Zusammenhänge gibt?

  • @ Gerald Gantz
    "Wer gibt einem Pleite-Staat so viel Geld?"
    Die Rechnung wird der Europäischen Union bald präsentiert. Wir alle werden diese Dollarschulden für amerikanische Waffen ganz selbstverständlich bezahlen, wie wir die auch anderswo bezahlt haben.

  • Die Ukraine soll versklavt werden! Die Exportgier der Industrieländer und deren Großkonzerne, durch Bestechung von korrupten Regierungen und Regierungsmitgliedern der Ukraine und mit der Mittäterschaft von internationalen Banken, wird zu eine enorme Überschuldung führen. Wieder soll ein ganzes Volk versklavt werden, später, durch erzwungenen Strukturreformen.

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