G8-Gipfel
Ehepaar Bush landet in Rostock

Mit „Bush go home“-Sprechchören haben mehrere hundert G-8-Gegner am Dienstagabend auf die Ankunft des amerikanischen Präsidenten George W. Bush in Deutschland reagiert. Während die Stimmung immer wieder hochkocht, zeigt eine Studie inwiefern die Vereinbarungen des letzten G8-Gipfels umgesetzt wurden. Im Staatenvergleich schnitt Deutschland nicht gerade glänzend ab.

HB ROSTOCK. Die Nachricht von der Landung der Präsidentenmaschine um kurz nach 19.00 Uhr quittierten die Demonstranten vor dem Rostocker Flughafen mit einem gellenden Pfeifkonzert. „Mr. Bush ist bei uns nicht willkommen“, sagte ein Redner. Auf Transparenten warfen Demonstranten den G-8-Staaten unter anderem Kriegstreiberei vor. Andere kritisierte den Gipfel in Heiligendamm als kostspielige Farce.

Ein weiteres Pfeifkonzert veranstalteten die Gipfelgegner, als die Hubschrauberstaffel des US-Präsidenten in Sichtweite am Demonstrationsort vorbeiflog. Der Regen in Rostock hatte allerdings dafür gesorgt, dass viele Demonstranten den Schauplatz bei Beginn der Kundgebung schon wieder durchnässt verlassen hatten.

Eine starke Polizeipräsenz rund um den Flughafen sollte Ausschreitungen verhindern. Alle Zufahrtsstraßen waren abgeriegelt, auch Polizeihubschrauber waren im Einsatz. Das Bundesverfassungsgericht hatte zuvor strenge Auflagen für die Demonstration bestätigt. Demnach dürfen Globalisierungsgegner zwar am Ankunftsflughafen der Gäste für den G-8-Gipfel demonstrieren. Die Proteste dürfen aber nur in der Nähe des Flughafens stattfinden.

Der amerikanische Präsident und seine Frau Laura wurden vom Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Harald Ringstorff (SPD), begrüßt. Bush flog anschließend mit einem Hubschrauber zum Gipfelort Heiligendamm.Die Proteste verliefen bis zum frühen Abend aber friedlich.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft sich an diesem Mittwoch kurz vor dem offiziellen Beginn des dreitägigen Gipfels mit Bush. Dabei geht es auch um einen Klima-Kompromiss der G8-Staaten. Zuvor hatte Bush in Prag den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, sich am umstrittenen Raketenschild in Tschechien und Polen zu beteiligen. Der Konflikt dürfte auch den Gipfel der sieben führenden Industriestaaten und Russlands (G8) beherrschen.

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