G8-Gipfel in Russland
Industrieländer planen Energie-Initiative

In St. Petersburg bereiten die G8-Finanzminister den Juli-Gipfel ihrer Regierungschefs vor. Auf die Tagesordnung sollen vor allem Gespräche über mehr Transparenz und Sicherheit auf den Energiemärkten gesetzt werden.

ST. PETERSBURG. Entsprechende Initiativen sollen beim Gipfel im Juli beschlossen werden, hieß es am Wochenende beim Treffen der G8-Finanzminister in St. Petersburg. Energieproduzenten wie Russland sollen künftig besser einschätzen können, welche Investitionen sich lohnen. Die Abnehmerländer werden aufgefordert, verlässlichere Daten über ihren Verbrauch zu liefern und in die Energieeffizienz zu investieren.

Die Finanzminister einigten sich darauf, große Schwellenländer wie China in die Initiative einzubeziehen. Sie gehören bisher nicht der Internationalen Energieagentur (IEA) an. Deren Daten über die weltweiten Energiemärkte seien daher unvollständig. „Die Finanzminister waren sich einig, dass wir diese Länder einbeziehen müssen“, sagte der deutsche Ressortchef Peer Steinbrück (SPD) in St. Petersburg.

Die Finanzminister aus Deutschland, den USA, Japan, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Russland trafen sich am Wochenende, um den Weltwirtschaftsgipfel der G8-Regierungschefs Mitte Juli in St. Petersburg vorbereitet. Im Mittelpunkt soll wegen des hohen Ölpreises das Thema Energie stehen. Gastgeber ist erstmals Russland – und das zu einem Zeitpunkt, an dem sich seine Beziehungen zu den USA deutlich abgekühlt haben.

Zu Irritationen zwischen Russland und dem Westen war es Anfang des Jahres gekommen, als Russland im Streit um Energiepreise der Ukraine die Gaslieferungen stoppte. Für Misstrauen sorgte zudem der russische Gaskonzern Gazprom mit der Ankündigung, sibirisches Gas nach China zu verkaufen, wenn Europa seine Endverbrauchermärkte nicht für den Staatsmonopolisten öffne. US-Vizepräsident Dick Cheney warf Russland daraufhin vor, Energielieferungen als Druckmittel zu benutzen, um andere Staaten zu erpressen.

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