G8-Gipfel
Zig Streitthemen und ein bahnbrechender Handels-Deal

Europa und die USA wollen auf dem Gipfel in Nordirland über eine Freihandelszone verhandeln. So viel Fortschritt ist in der Syrien-Frage kaum zu erwarten. Außerdem trübt eine Spitzelaffäre die Stimmung der Staatschefs.
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EnniskillenEigentlich sind konkrete Beschlüsse auf den Gipfeltreffen der G8-Staaten eher selten. Umso so deutlicher drücken Europa und Amerika ihren Willen aus, in Nordirland auf wirtschaftspolitischem Feld einen Durchbruch zu erreichen. So wollen die beiden größten Wirtschaftsblöcke der Erde über eine Freihandelszone verhandeln. Das sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Montag vor Beginn des G8-Gipfels. Wenig Hoffnung auf einen ähnlichen Durchbruch gab es hingegen in der Syrien-Frage. Der Westen und Russland lagen weiterhin über Kreuz, wie der Bürgerkrieg politisch beendet werden kann.

Der transatlantische Handels-Deal ist bahnbrechend. Der Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen soll für Wachstumsimpulse und Arbeitsplätze sorgen. Die Freihandelszone wäre mit 800 Millionen Einwohnern so groß wie keine andere auf der Welt. Man werde noch heute gemeinsam mit US-Präsident Barack Obama grünes Licht geben, sagte Barroso am nordirischen Lough Erne.

Die EU und die USA stehen gemeinsam für fast die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung. Rund ein Drittel der globalen Handelsströme entfallen allein auf sie. Unterschiedliche technische Normen, Sicherheitsstandards oder Wettbewerbsvorschriften schränken den Handel jedoch ein.

Wenig hoffnungsvoll für einen Durchbruch dieser Qualität waren Diplomaten für die Beratungen zwischen Russland und seinen westlichen Partnern beim G8 über Syrien. Dennoch setzte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die am Nachmittag in Nordirland eintraf, darauf, dass sich Russland doch bewegen könne.

„Russland hat leider bis jetzt mehrere Resolutionen im Sicherheitsrat verhindert. Vielleicht kommen wir bei diesem Thema jetzt voran“, sagte Merkel vor dem Abflug. Allerdings machte sie nicht allzu große Hoffnungen auf Fortschritte, da es „sicherlich an mancher Stelle auch kontroverse Beratungen“ geben werde. US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Wladimir Putin wollten am Abend zu einem Gespräch unter vier Augen auch über Syrien zusammenkommen.

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  • ...na also, geht doch! NETIQUETTE ist - je nach redaktioneller Besetzung im HB - durchaus lernfähig....Respekt!

  • Diese 'Reisetante' Merkel soll sich lieber in der BRD um Steuersenkungen und die überfälligen Reformen kümmern, denn dafür bezahlen wir sie, statt auf unsere Kosten schon wieder Urlaub in Nordirland zu machen. Dort richtet sie nur zusätzlichen Schaden an...

  • [...] Merkel soll sich lieber in der BRD um Steuersenkungen und die überfälligen Reformen kümmern, denn dafür bezahlen wir sie, statt auf unsere Kosten schon wieder Urlaub in Nordirland zu machen. Dort richtet sie nur zusätzlichen Schaden an. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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