Gabriel in den USA „Haben nichts zu verbergen – nur etwas anzubieten“

Sigmar Gabriel steht bei seinem Antrittsbesuch in den USA vor einer schweren Aufgabe: Er muss mit dem ebenfalls frisch gekürten US-Chefdiplomaten Tillerson einen Neubeginn der deutsch-amerikanischen Beziehungen ausloten.
Update: 03.02.2017 - 02:31 Uhr 8 Kommentare

Diese Inhalte hat der neue Bundesaußenminister mit der US-Regierung besprochen

WashingtonSo viel Neuanfang war selten. Da reist der deutscher Außenminister, der gerade mal eine knappe Woche im Amt ist, eilig über den großen Teich, um seinen amerikanischen Amtskollegen kennenzulernen, der gerade mal einen Tag im State Department am „Foggy Bottom“ in Washington sitzt. Und worüber reden Sigmar Gabriel und Rex Tillerson? Über einen Neubeginn der deutsch-amerikanischen Beziehungen.

So würden das die beiden Chefdiplomaten ihrer Länder natürlich nicht beschreiben. Bei den Gesprächen in Washington war dagegen viel von Freundschaft und transatlantischer Zusammenarbeit die Rede, die es jetzt, nach dem Regierungswechsel in den USA, fortzusetzen gelte.

Bei Gabriel klang das dann so: „Es gibt großes Interesse auf beiden Seiten an der Erhaltung und dem Ausbau der transatlantischen Beziehungen.“ Das sei gerade in unsicheren Zeiten wie diesen wichtig. Die schönen Worte können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Amerika und Deutschland nach dem politischen Weltbeben namens Donald Trump fast von vorne anfangen müssen.

„Wir wollten schnell hierherkommen “, sagte der deutsche Außenminister vor dem Kapitol, nachdem er die beiden führenden US-Senatoren Bob Corker und Ben Cardin aus dem Auswärtigen Ausschuss getroffen hatte. „Wir halten an der transatlantischen Zusammenarbeit fest und kommen mit ausgestreckter Hand.“

Es habe immer mal wieder Konflikte zwischen beiden Ländern gegeben, aber Amerika bleibe die Nation, mit der Deutschland sich besonders verbunden fühle, bekräftigte der deutsche Außenminister „Wir haben nichts zu verbergen, sondern etwas anzubieten“, betonte Gabriel selbstbewusst, „nämlich gemeinsame Werte wie Religionsfreiheit und den fairen Umgang miteinander.“ Dabei müsse es aber auch bleiben.

Der amerikanische Vizepräsident Mike Pence und US-Außenminister Tillerson haben Gabriel offenbar nicht widersprochen. Jedenfalls berichtete der SPD-Politiker, dass die Gespräche mit den beiden Kabinettsmitgliedern des Team Trump „sehr gut“ verlaufen seien. Es habe selbst bei Themen wie Russland, Europa und Migration kaum Differenzen gegeben.

„Wir haben auch über die Sanktionsfrage gesprochen“, berichtete Gabriel. Die Amerikaner hätten zugestimmt, dass es bei dem bisherigen Normandie-Format mit Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine zur Lösung der Krise in Osteuropa bleiben solle. Die USA sollen aber weiterhin eng eingebunden werden. Pence wird zur Münchener Sicherheitstagung Mitte Februar nach Deutschland kommen, und Tillerson reist bereits kurz vorher zum Treffen der G20-Außenminister nach Bonn.

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8 Kommentare zu "Gabriel in den USA: „Haben nichts zu verbergen – nur etwas anzubieten“"

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  • "Sergio Puntila27.01.2017, 09:30 Uhr
    Der Chefdemokratenfresser als Oberkommentator des HB sondert in gewohnt langweiliger Manier, klingt schon fast andressiert, was Sie hier tagtäglich vor sich hingeifern, werter Mark Hoffmann"

    Ich geifere nicht, ich kommentiere. Ich gebe mir den ganzen Tag große Mühe, jeden, aber auch wirklich jeden Artikel zu kommentieren,
    um die Leute von der grün-sozialistischen Murkselregierung zu warnen.

    Ja, ich bin ein Fan von Trump und Putin, das sind wenigstens noch zwei echte Kerle mit eigener Meinung, nicht wie unser sprechender Hosenanzug!

    Ja, ich bin ein Anhänger der AFD, denn nur diese Partei kann unser Reich noch retten!

    Nein, ich bin nicht arbeitslos und habe deshalb soviel Zeit Kommentare zu schreiben, ich bin arbeitssuchend!
    Danke

  • Warum sind wir Generationen Deutsche mit solch dilettantischen Politikern gestraft?
    Nur noch Schleimer u. Speichellecker die D ruinieren. Wann schlagen wir Generationen Deutsche endlich zu??? Die Zeit ist überfällig!!!

  • Typisch Siggi Popp!!
    Nach der Wahl über Trump übel gelästert ... jetzt kriecht er vor Ort auf den Knieen u. darf noch nicht einmal zum Chef. So sind sie, die RotenSocken ... keinen Charakter.

  • Kaum ist der US-Außenminister ernannt, schon kniet unser neuer Außenminister auf dem Fußabstreifer vor dessen Büro.

  • HTTPS://DEUTSCHE-WIRTSCHAFTS-NACHRICHTEN.DE/2017/01/30/RUSSLAND-UND-DIE-USA-MOEGLICHE-ALLIANZ-IM-OEL-GESCHAEFT/

  • >> Nach Aussage Tillersons gehe es den USA darum, Handelsabkommen so zu reformieren, dass sich die USA nicht in ihren Interessen benachteiligt fühlten. >>

    Die USA werden einen MEHRERE HUNDERT MILLIARDEN € Deal mit den Russen abschliessen....und zwar im Öl-Geschäft.

    Denn die Amis benötigen für ihre Vorhaben in der Modernisierung der Infrastruktur SEHR VIEL BILLIGE ENERGIETRÄGER.

    Die Russen gaben dies zu bitten, der Dicke ahnungslose EX-Wirtschaftsminister bleibt aussen vor !

    >> Der Aufstieg von Tillerson dürfte in Moskau auch deshalb mit Interesse verfolgt worden sein, weil in Russland Öl-Magnaten immer eine wichtige Rolle auch in der Politik gespielt haben.
    Die Russen verstehen Energiepolitik als Außenpolitik. Daher werden sie nun versuchen, die guten Drähte zu Tillerson zu nutzen, um die USA nicht als Rivalen, sondern als Partner zu haben.
    Der Kurs der Gruppe um den früheren Vizepräsidenten Joe Biden ging in eine andere Richtung: Biden wollte die Ukraine gewinnen, um Russland vom europäischen Energiemarkt abzuschneiden.
    Das PR-Vehikel für diese Strategie war das Fracking. Doch die US-Frackingindustrie ist bis zum heutigen Tag nicht auf die Beine gekommen.
    Und in der Ukraine hat sich lediglich die Macht von einem Oligarchen-Klüngel auf einen anderen verlagert. Die Spielräume der US-Regierung sind begrenzt.

    Die USA importierten fast doppelt so viel Öl wie sie produzierten und wollten sich von den Lieferanten im Nahen Osten unabhängiger machen.
    Die riesigen, ungenutzten Ölreserven Russlands brauchten zwei Dinge, die die US-Unternehmen hatten: Kapital und Technologie.

    Der gesamte Prozess der anstehenden Kooperation zwischen US-amerikanischen und russischen Ölkonzernen hat Folgen für die deutsche Energiewirtschaft.
    Es gibt derzeit keinerlei Anzeichen dafür, dass die Bundesregierung daran denkt, die Russland-Sanktionen abzumildern oder aufzuheben.
    Dabei verfügt Deutschland über die Technologie, das Investitionspotenzial und das Kapital >>

  • >> „Wir haben nichts zu verbergen, sondern etwas anzubieten“, betonte Gabriel selbstbewusst, „nämlich gemeinsame Werte wie Religionsfreiheit und den fairen Umgang miteinander >>
    Siggi-Pop ist in die ASA gereist, um den Amis die Europäischen Werte nahezulegen.

    Die Amis schickten den Dicken in eine Bücherei, wo eine Amerikanische Verfassung auch in Deutscher Sprache auslag. Damit er sich die Amerikanischen Werte ohne großen Anstrengungen verinnerlicht ( mit seinen Englishkenntnissen ist es wohl nicht weit her ) !

    Guter Anfang.....die WERTE sind ausgetauscht !

    Die DICKSTE LACHNUMMER der Neuzeit !

  • Die Deutschen Politiker und ihre Entourage aus den Qualitätsmedien sind sehr enttäuscht, dass der amerikanische Wähler dem Amoklauf der Linken ein Ende gesetzt hat. Die Deutsche Regierung hatte während des US Wahlkampfs die Stiftung der Gegenkandidatin Clinton mit Steuermitteln unterstützt*. Die Aussagen der Deutschen Spitzenpolitiker zu Trump waren bislang feindselig.

    Insofern denke ich, dass es an Fr. Merkels Entourage mit ihren roten, grünen und schwarzen Genossen liegt das kindliche Verhalten einzustellen und sich auf die USA zuzubewegen. So sollte es möglich sein trotz unterschiedlicher ideologischer Ausrichtung zusammen zu arbeiten.


    *Es ist faszinierend dass dies keine Konsequenzen hat, bzw. zeigt die Vereinnahmung des Staates durch die Ideologie.

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