Gaddafi-Botschaft
"Wir können Libyen nicht dem Kolonialismus ausliefern"

In einer Audiobotschaft hat Gaddafi die Nato-Angriffe auf Libyen scharf kritisiert. Die libysche Bevölkerung rief er zum Kampf gegen den Kolonialismus auf. Wo sich der ehemaliger Machthaber aufhält, ist weiter unbekannt.
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KairoDer flüchtige frühere libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat sich erneut zu Wort gemeldet. In der am Mittwoch von einem syrischen Fernsehsender verbreiteten Audiobotschaft kritisiert er die Nato-Angriffe auf seine Heimatstadt Sirte als „beispiellose Zerstörung und Terrorismus“. An die Vereinten Nationen appellierte er, der Belagerung der Stadt ein Ende zu setzen.

Die Gaddafi-Hochburg Sirte ist eine der wenigen Städte, die weiterhin von den Anhängern des Ex-Diktators kontrolliert werden. „Wir können Libyen nicht dem Kolonialismus ausliefern“, sagte Gaddafi. „Das libysche Volk hat keine andere Wahl als zu kämpfen, bis es einen Sieg errungen und den Kolonialismus niedergeschlagen hat.“ Gaddafis Aufenthaltsort ist weiterhin unklar. Seitdem die Rebellen Ende August die Hauptstadt Tripolis eingenommen haben, ist er untergetaucht.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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