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Gaspipeline: RWE räumt Probleme bei Nabucco ein

Bei der geplanten europäischen Gaspipeline Nabucco zeichnen sich gravierende Probleme ab. Nach dem österreichischen Öl- und Erdgaskonzern OMV meldete nun auch der deutsche Versorger RWE zum ersten Mal Vorbehalte an. Die Gasförderländer Aserbaidschan und Turkmenistan müssten endlich feste Zusagen für die Befüllung der Pipeline machen.

Auf seine Zusage kommt es an: Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev soll bis zum Jahresende seine Mitarbeit am Nabucco-Projekt garantieren. Quelle: Reuters
Auf seine Zusage kommt es an: Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev soll bis zum Jahresende seine Mitarbeit am Nabucco-Projekt garantieren. Quelle: Reuters

BRÜSSEL. Dies sagte der für „Supply und Trading“ zuständige RWE-Manager Stefan Judisch. Die Entscheidungen müssten bis zum Jahresende fallen, damit das Projekt endlich beginnen könne, warnte er.

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Die 3 000 Kilometer lange Pipeline, für deren Bau etwa acht Mrd. Euro veranschlagt sind, soll Europa von 2014 an unabhängiger von russischen Erdgaslieferungen machen. Vom Schwarzen Meer aus soll Gas über den Balkan bis nach Westeuropa transportiert werden. Doch bislang blieb offen, welche Länder in Zentralasien die Pipeline mit Gas befüllen würden. So ruhte die Hoffnung auf Aserbaidschan, das zuletzt jedoch mit dem russischen Gaskonzern Gazprom über einen Einstieg in das Konkurrenzprojekt South Stream verhandelte. Allerdings war auch South Stream in Schwierigkeiten geraten.

„Wir werden kein Geld investieren, solange die Gaslieferung nur eine vage Hoffnung ist“, warnte Judisch nach Gesprächen mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Die Förderländer müssten sich spätestens bei einer für September in Brüssel geplanten Nabucco-Konferenz festlegen. Eine weitere Voraussetzung sei der Einstieg neuer Anteilseigner. „Mit den gegenwärtigen Shareholdern werden wir keine Investment-Entscheidung treffen“, sagte der RWE-Experte. Als mögliche Partner nannte er das Emirat Abu Dhabi und den französischen Gaskonzern GdF. Zufrieden zeigt sich RWE mit der politischen Unterstützung. Vor allem in Berlin, Wien und Brüssel gebe es Rückhalt. Doch müsse sich auch die Politik um Vertrauensbildung in Aserbaidschan und Turkmenistan bemühen.

  • 30.06.2010, 15:15 UhrAnonymer Benutzer: Zophopas

    Da besteht ja dann Hoffnung, dass diese Gas-Pipeline doch nicht gebaut wird. Das fände ich energietechnisch, moralisch und umweltbezogen eine sehr kluge Entscheidung

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