Gast-Kommentar
Jetzt muss gehandelt werden - nicht geredet

Vorschläge zur Lösung der Euro-Krise gibt es genug - nun müssen sie endlich umgesetzt werden. Zu den wichtigsten Themen des kommenden Gipfels zählt die Abschirmung von Italien und Spanien gegenüber der Schuldenkrise.
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Hohe Erwartungen richten sich an den EU-Gipfel am 23. Oktober, nicht nur solche der Finanzmärkte, sondern auch der internationalen Partner der Euro-Zone in den USA oder Asien. Zwischen den Euro-Ländern scheint zunehmend Übereinstimmung zu herrschen, dass die Währungsunion langfristig einen stärkeren politischen Unterbau braucht. Dabei geht es nicht um die Schaffung eines Zentralstaats, in dem ein übermächtiger Finanzminister die fiskalischen Geschicke aller europäischen Länder lenkt. Das wäre zum Scheitern verurteilt.

Es geht um eine partielle Übertragung von nationalen Souveränitätsrechten an die Europäische Union, damit diese beispielsweise staatliche Ausgabenkürzungen durchsetzen kann, wenn ein Mitgliedsland in eine Überschuldungssituation zu geraten droht. Es bedarf der politischen Überzeugungskraft, den Bürgern zu verdeutlichen, dass "mehr Europa" die richtige Antwort auf die gegenwärtige Herausforderung ist. Und mit der Inkraftsetzung des neuen, schärferen Stabilitäts- und Wachstumspakts können die Regierungschefs ein Zeichen setzen, dass die Verpflichtung aller Euro-Länder zur Stabilitätspolitik gestärkt wird.

Für Griechenland fordern viele einen radikalen Schuldenschnitt und dann, gewissermaßen als Sanktion, einen Austritt des Landes aus dem Euro-Raum. Doch die Hoffnung, damit Ruhe an den Finanzmärkten zu schaffen, dürfte sich als trügerisch erweisen. Es ist zu erwarten, dass es Ansteckungswirkungen auf Länder wie Portugal, Irland, aber auch Italien und Spanien gibt.

Und richtig vorbereitet wäre ein solcher Schritt zurzeit auch nicht - noch fehlen Konzepte zur Bankenrekapitalisierung, zur nötigen Einlagensicherung mit Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland, zur wirksamen Abschirmung von anderen Ländern. Und noch immer hat Griechenland ein hohes Haushaltsdefizit, das auch nach einem Schuldenerlass direkt neue Schulden produzieren würde.

Zurzeit dürfte es für die EU noch am besten sein, den bislang eingeschlagenen Weg fortzuführen: konsequente Umsetzung der Reformen in Griechenland, eine Schuldenreduktion für das Land durch einen angemessenen Beitrag der Privatgläubiger und die auch schon vorgesehenen Schuldenrückkaufprogramme sowie ein Investitionsprogramm mit langfristiger Wachstumswirkung.

Kommentare zu " Gast-Kommentar: Jetzt muss gehandelt werden - nicht geredet"

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  • Fenau so ist es.
    Dieser Beitrag ist so dämlich und offensichtlich, dass man schon nach dem 3. Satz erkennt, dass dieser Herr Heise einzig und alleine die Interessen der Versicherungen vertritt.
    Wir brauchen keinen Staat Europa und wir Bürger wollen auch keinen,
    Europa ist ein Kontinent mit vielen unterschiedlichen Ländern und Lebensweisen und das ist auch gut so. Dies gilt es zu erhalten und nicht zentralistisch also diktatorisch zu regieren.
    Man muß sich so langsam fragen was in Deutschland los ist.
    So eingien scheint Demokrtie und Freiheit nicht zu gefallen.
    Aus zwei Diktaturen haben diese Leute offensichtlich nichts gelernt

  • Chefvolkswirt der Allianz Group - da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.
    Diese provisionsabhängigen Speichellecker wollen uns indoktrinieren, wie wir den Euro retten?
    Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht.
    Einfach mal die Fresse halten!

  • Nicht nur das, die Allianz hält auch Milliarden an griechischen Anleihen in den Büchern und macht sich heute bereits Gedanken darüber, um welchen Prozentsatz sie evtl. die Garantieverzinsung weiter absenken muß.

    In dieser Situation andere zu kristisieren, entbehrt nicht nur einer gewissen Ironie.

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