Die großen internationalen Krisen – Krim und Ukraine, Syrien und das iranische Atomabkommen – lassen sich nicht trennen. Ein Gastbeitrag.

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  • Iran als die böse Macht hinzustellen, ist doch etwas zu einfach. Die USA trägt eine große Mitverantwortung an der Machtergreifung der Mullahs. Der Schah von Persien wurde vom Westen fallen gelassen, weil die großen Ölkonzerne nicht mehr vom Gewinn an den Iran abgeben wollten. Die USA glaubten mit Ajatollah Khomeini leichtes Spiel zu haben und täuschten sich damit. Die bis jetzt sehr am Westen interessierten Iraner weiter für die schlecht gemachte und moralisch verwerfliche Politik des Westens mit noch mehr Sanktionen zu bestrafen, wird nicht die gewünschten Folgen haben. Jede souveräne Regierung des Iran wird eine Kapitulation gegenüber den geopolitischen Machtansprüchen Israels und seines strategischen Partners Saudi-Arabien ablehnen.
    Deshalb wird vom Westen auch die im Land gewachsene Opposition im Iran nicht unterstützt. Denn diese iranische Opposition ist sicher bereit, einen Weg aus der unsinnigen und destruktiven Feindschaft gegenüber Israel zu suchen. Aber weder von Israel noch vom Westen gibt es hierzu Ermutigungen. Einen Frieden im Nahen und Mittleren Osten wird es nur geben, wenn sich Israel und der Iran gegenseitig als Regionalmächte anerkennen und vernünftig miteinander umgehen. Aber daran haben
    Ali Laridschani, Prinz Mohammed bin Salman und Benjamin Netanjahu kein Interesse.
    Ich habe kein Verständnis dafür, dass die stärkste Militärmacht im Nahen und Mittleren Osten, das ist Israel, nicht gegen den IS kämpft und diesen Kampf den Kurden überlässt.
    Israel hat sehr gute Ärzte und Lehrer, warum sieht man die nicht in den großen Flüchtlingslagern der Region? Israel gelingt es nicht, gegenüber seinen Nachbarn einmal seine guten Seiten zu zeigen. Ich vermisse konstruktive Ideen, wie die Feindschaft zwischen Iran und Israel zu überwinden ist. Die Bevölkerung dieser beiden Regionalmächte will Frieden. Die Großmacht Russland ist bisher nicht bereit, wenigstens Mitverantwortung für ein stabiles geopolitisches Gleichgewicht in der Region zu übernehmen.


  • ...und falls sich Putin demnächst Estland, Litauen und Lettland zurückholt, ebenfalls anerkennen?

    ...und falls er dann sein Haus am Weißen Hirsch in Dresden wiederhaben will, und seine Panzer daher gleich mal weiterrollen läßt, ebenfalls anerkennen?

Mehr zu: Gastbeitrag - Warum der Westen die Krim-Annexion anerkennen und Iran-Sanktionen verschärfen sollte

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