Gaza-Abzug
Scharon droht Säure-Angreifern

Nach dem Säure-Angriff militanter Gegner des Gaza-Abzugs auf israelische Soldaten will Ministerpräsident Ariel Scharon hart durchgreifen. Er drohte den Angreifern mit strafrechtlichen Konsequenzen. Trotzdem wehren sich die letzten Siedler weiterhin erbittert gegen die Räumungen.

HB GADID. Nach der Räumung der beiden Widerstandshochburgen Kfar Darom und Newe Dekalim sind israelische Soldaten am Freitagmorgen in die Siedlung Gadid eingedrungen. Sie ist eine der letzten kleineren Bastionen der Gegner des israelischen Abzugs aus dem Gaza-Streifen.

Die Soldaten mussten sich den Weg durch eine brennende Barrikade bahnen. Zwar haben die meisten der 350 Bewohner die Siedlung Gadid bereits verlassen. Doch werden die wenigen Verbliebenen von Dutzenden ultranationalistischen Sympathisanten unterstützt. Israel will alle 21 Siedlungen in dem Küstenstreifen am Mittelmeer bis Anfang kommender Woche auflösen.

Der Protest gegen die Zwangsevakuierung war am Donnerstag eskaliert, als militante Abzugsgegner in Kfar Darom Soldaten mit Säure überschütteten. Ministerpräsident Ariel Scharon äußerte sich erbost über die Angreifer. Scharon sagte der Zeitung „Haaretz“, es werde auch ermittelt, wer die Abzugsgegner nach Kfar Darom geschickt und zu der Tat angestiftet habe.

» Fotostrecke: Abzug aus dem Gaza-Streifen

UN-Generalsekretär Kofi Annan würdigte Israels Abzug aus dem Gaza-Streifen als mutige Entscheidung. Mit der Räumung der Siedlungen gegen alle Widerstände habe Ministerpräsidenten Ariel Scharon Mut und Führungsstärke bewiesen, erklärte ein Sprecher Annans am Donnerstagabend in New York. Ein erfolgreicher Abzug sollte der erste Schritt zur Wiederbelebung des internationalen Friedensplanes für Nahost sein.

Annan forderte die Regierung der Palästinenser auf, nach dem Abzug für Ruhe und Ordnung im Gaza-Streifen zu sorgen. Die Konfliktparteien müssten nun Zurückhaltung üben und Gewalt vermeiden. Beiden Seiten verlange der Friedensprozess Opfer ab.

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