Gaza-Konflikt
Hamas lehnt unbefristete Waffenruhe ab

Im Konflikt mit Israel hat sich die radikal-islamische Hamas-Organisation grundsätzlich zu einer Waffenruhe bereit erklärt. Allerdings lehnen die Palästinenser ab, sich auf unbefristete Zeit auf einen Waffenstillstand festzulegen. Maximal 18 Monate seien denkbar, erklärte die Hamas vor Gesprächen in Kairo.

HB KAIRO. Die radikal-islamische Hamas-Organisation ist nach Angaben einer ihrer Repräsentanten zu einer Waffenruhe von maximal 18 Monaten mit Israel bereit. Der Hamas-Vertreter Aiman Taha sagte dem Nachrichtensender Al-Arabija am Sonntag in Kairo, einer unbefristeten Waffenruhe werde man jedoch nicht zustimmen. Zuvor hatten Hamas - Repräsentanten gesagt, sie wollten eine Waffenruhe von höchstens einem Jahr. Israel hat sich bislang nicht zu einer befristeten Waffenruhe bereiterklärt.

Mitglieder einer Delegation von Hamas und anderen Fraktionen der Palästinenser wollten sich am Sonntag in Kairo mit ägyptischen Vertretern zu weiteren Gesprächen über eine Waffenruhe im Gazastreifen treffen. Die amtliche ägyptische Nachrichtenagentur MENA meldete, Ziel sei eine Verlängerung der bisherigen einwöchigen Feuerpause.

An diesem Sonntag läuft die Frist von einer Woche ab, die Hamas zunächst für eine Waffenruhe mit Israel genannt hatte. Bedingung war der Abzug aller israelischen Truppen aus dem Gazastreifen innerhalb dieses Zeitraums. Israel hat inzwischen alle Bodentruppen aus dem Palästinensergebiet abgezogen. Am 27. Dezember hatte Israel die Offensive "Gegossenes Blei" begonnen, um den ständigen Raketenbeschuss seiner Ortschaften im südlichen Landesteil durch militante Palästinenser aus dem Gazastreifen zu unterbinden.

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