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Gaza-Konflikt: Vereinte Nationen machen Druck auf Israel

Die Militäraktion Israels gegen einen Hilfskonvoi für Gaza beschäftigt die Vereinten Nationen. UN-Generalsekretär Bank Ki Moon will den Vorfall von einer internationalen Kommission untersuchen lassen. Israel lehnt das allerdings ab. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erhebt derweil schwere Vorwürfe gegen die Türkei.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert Aufklärung im Gaza-Konflikt. Quelle: dpa
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert Aufklärung im Gaza-Konflikt. Quelle: dpa

HB JERUSALEM. Die Vereinten Nationen wollen Israels gewaltsame Militäraktion gegen einen Gaza-Schiffskonvoi von einer internationalen Kommission untersuchen lassen. Nach Angaben eines israelischen Regierungsvertreters vom Sonntag unterbreitete UN-Generalsekretär Ban Ki Moon diesen Vorschlag Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Das Land steht einer solchen Überprüfung des weltweit scharf kritisierten Militäreinsatzes, bei dem vor einer Woche neun Gaza-Aktivisten getötet wurden, allerdings skeptisch gegenüber.

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Am Samstag stoppte die israelische Marine im Mittelmeer ein weiteres Schiff mit Lieferungen für das seit drei Jahren abgeriegelte Küstengebiet. Zu Gewalt kam es nicht. In ganz Europa zogen Zehntausende Menschen aus Protest gegen die israelische Blockade-Politik auf die Straße. Auch in deutschen Städten wie Duisburg und Nürnberg gab es Kundgebungen.

Ban habe angeregt, das Gremium unter anderem mit Vertretern der USA, der Türkei und Israels zu besetzen, sagte ein israelischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Den Vorsitz der Kommission solle der frühere neuseeländische Ministerpräsident Geoffrey Palmer übernehmen. Netanjahu habe den Vorschlag am Samstag mit Ban besprochen und wollte am Sonntag im engsten Kabinettskreis über eine Beteiligung Israels beraten, sagte der Vertreter weiter. Das Land erwägt bislang, eine eigene Kommission aufzustellen, die von ausländischen Beobachtern unterstützt werden könnte.

Der Regierungsvertreter sagte weiter, Israel wolle herausfinden, welche Rolle die Türkei bei der Fahrt der "Mavi Marmara" gespielt habe. An Bord der unter der türkischen Flagge fahrenden Fähre kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und Soldaten. Netanjahu sagte zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung, es gebe Anzeichen dafür, dass eine kleine Gruppe gewaltbereiter Extremisten an Bord der "Mavi Marmara" gewesen sei. Sie hätten das Schiff in einem anderen Hafen als die Aktivisten betreten und seien unabhängig von diesen organisiert, sagte der Regierungschef.

  • 07.06.2010, 09:16 UhrAnonymer Benutzer: Berthold

    Das Fundament israels ist laut eigener Unabhaengigkeitserklaerung der beschluss der UNO-Vollversammlung von 1947. Seitdem ignoriert und misachtet israel UNO beschluesse konsequent.

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