Gaza
Tödliche Schüsse bei Fatah-Demonstration

Bei einer Massenkundgebung der palästinensischen Fatah-Organisation in Gaza sind am Montag tödliche Schüsse gefallen. Mindestens sieben Menschen wurden getötet, mehr als hundert verletzt. Hamas und Fatah beschuldigen sich gegenseitig, die Schüsse abgegeben zu haben.

HB GAZA. Bei einem neuen Gewaltausbruch zwischen rivalisierenden Palästinensergruppen sind am Montag in Gaza mindestens sieben Palästinenser getötet und weitere 150 verletzt.

Die radikalislamische Hamas und die Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas machten einander gegenseitig für die tödlichen Schüsse verantwortlich. Der blutige Zwischenfall ereignete sich, als Zehntausende von Fatah-Anhängern des dritten Todestages des ersten Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat gedachten.

Fatah beschuldigte Hamas, aus Verärgerung über die große Teilnehmerzahl in die Demonstration gefeuert zu haben. Nach Darstellung von Hamas haben militante Fatah-Mitglieder von den Dächern auf Verkehrspolizisten der Hamas gefeuert.

Die radikalislamische Hamas hatte nach einem blutigen Bruderkrieg im Juni die Kontrolle im Gazastreifen übernommen. Die Fatah bezeichnete die Massenkundgebung in Gaza als Botschaft an die Hamas, dass Fatah weiterhin eine starke Organisation sei.

Der langjährige PLO-Chef Arafat war am 11. November 2004 aus bislang unbekannter Ursache in einem Krankenhaus in Paris gestorben.

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