Gazakrise
Angriffe fordern immer mehr Todesopfer

Die israelische Armee setzt seine Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fort. Mittlerweile sind bei der Auseinandersetzung schon mehr als 80 Zivilisten getötet worden. Jetzt wächst die Sorge vor einer Bodenoffensive.

GazaDie Gewalt in Nahost geht weiter: Die israelische Armee hat in der Nacht zum Montag ihre heftigen Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fortgesetzt. In den israelischen Städten im Umkreis des Gazastreifens blieb es in der Nacht überwiegend ruhig. Am Morgen gab es jedoch in nahegelegenen Ortschaften wieder Luftalarm. Seit Mittwoch haben militante Palästinenser etwa 1000 Raketen auf Israel abgefeuert, drei Menschen sind getötet und Dutzende verletzt worden.

Die gewaltsame Auseinandersetzung kostet immer mehr Menschen das Leben. Die Zahl der Opfer unter der palästinensischen Zivilbevölkerung stieg am Montag, als bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen zwei Häuser dem Erdboden gleich gemacht wurden. Dabei kamen palästinensischen Angaben zufolge zwei Kinder und zwei Erwachsene ums Leben. 42 weitere Menschen seien verletzt worden. Rettungsmannschaften suchten noch nach zwölf bis 15 weiteren Menschen, die unter den Trümmern vermutet wurden.

Israelische Kampfflugzeuge hätten am Montag auch die Reste einer ehemaligen Anlage der nationalen Sicherheitsbehörden in Gaza bombardiert, sagte ein palästinensischer Sprecher. Dabei sei ein Kind von herumfliegenden Granatsplittern tödlich verletzt worden. Seit Beginn der israelischen Luftoffensive am Mittwoch sind damit mehr als 80 Palästinenser ums Leben gekommen, davon etwa die Hälfte Zivilisten. Auf israelischer Seite waren drei Zivilisten zu beklagen. Dutzende wurden verletzt.

Beim bislang blutigsten Angriff der israelischen Streitkräfte seit Beginn der jüngsten Offensive kamen am Sonntag mindestens elf Zivilisten ums Leben. Unter den Opfern waren palästinensischen Angaben zufolge vier Kinder und fünf Frauen. Sie wurden getötet, als eine israelische Rakete in einem zweigeschossigen Haus in einer Wohngegend von Gaza einschlug, in dem das israelische Militär einen Extremisten vermutete.

Unterdessen steht der Reiseplan von Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP), der noch am heutigen Montag in den Nahen Osten aufbrechen wird. Dort will er sich für ein Ende der Gewalt im Gazakonflikt einsetzen. Am Abend trifft Westerwelle in Tel Aviv zunächst den israelischen Außenminister Avigdor Lieberman. Am Dienstag sind nach Angaben des Auswärtigen Amts Gespräche mit dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas und mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu geplant.

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