Gazprom hat Langzeitverträge abgeschlossen
Russland baut neue Gas-Pipeline

Russland hat sich einen neuen Zugang zu den riesigen Gasvorkommen am Kaspischen Meer gesichert, an dem auch Europa interessiert ist.

HB TURKMENBASCHI. Gemeinsam mit Turkmenistan und Kasachstan werde Russland eine neue Pipeline in der Region bauen, sagte Energieminister Viktor Christenko am Samstag in der turkmenischen Hafenstadt Turkmenbaschi am Rande eines Treffens der Präsidenten der drei Länder. Ein entsprechendes Abkommen solle bis September unterzeichnet werden. Pläne für den Bau einer Transitpipeline nach Europa oder Asien außerhalb Russlands seien damit aber nicht endgültig vom Tisch, betonte der turkmenische Präsident Kurbanguli Berdymuchamedow. Europäische Länder, aber auch China und Indien streben einen direkten Zugang zum turkmenischen Gas an, um unabhängiger von russischen Lieferungen zu werden.

Das Pipeline-Projekt steht im Mittelpunkt der Zentralasien-Reise des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Mit dem Bau der neuen Leitung in Richtung Russland solle in der zweiten Jahreshälfte 2008 begonnen werden, sagte Christenko. Zudem wollten Russland, Turkmenistan, Kasachstan gemeinsam mit Usbekistan die örtliche Infrastruktur in der Gasindustrie aus der Sowjet-Zeit modernisieren. Russland ist der Hauptabnehmer von turkmenischem Gas und buhlt mit den USA um mehr Einfluss in dem gasreichen zentralasiatischen Land. Der russische Monopolist Gazprom hat Langzeitverträge abgeschlossen, um das Gas unterhalb des Marktpreises zu kaufen.

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