Gedenken an britische Opfer
Erdogan: Täterschaft von Al Qaeda unbewiesen

Der türkische Ministerpräsident zweifelt an der Verantwortung von Al Qaeda für die Attentate in Istanbul. Zuvor waren angebliche Bekennerschreiben eingegangen.

HB BERLIN. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hält nicht für erwiesen, dass das Terrornetzwerk Al Qaeda Drahtzieher der Anschläge von Istanbul ist «In Hinblick auf Al Qaeda gibt es noch keine endgültigen Ergebnisse», sagte Erdogan dem britischen Sender BBC am Sonntag. «Wir sind uns nicht hundertprozentig sicher.» Es sei sich allerdings sicher, dass hinter den Anschlägen ein «religiöses Motiv» stehe.

Bei türkischen und arabischen Medien waren Bekennerschreiben im Namen der Al Qaeda eingegangen, die das Terrornetzwerk der Anschläge auf zwei Synagogen, das britische Generalskonsulat und die Filiale einer britischen Bank in Istanbul bezichtigten.

Die britische Gemeinde in Istanbul gedachte am Sonntag der Opfer der Anschläge. Bei dem Gedenkgottesdienst in der anglikanischen Kirche in der Altstadt von Istanbul war auch die Witwe des getöteten britischen Generalkonsuls Roger Short anwesend. Short ist einer der mittlerweile 30 Toten der Selbstmordanschläge auf britische Einrichtungen vom Donnerstag.

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