Gedenken zum 60. Jahrestag des D-Day
Chirac lobt deutsch-französische Versöhnung

Die deutsch-französische Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg ist aus Sicht des französischen Präsidenten Jacques Chirac „beispielhaft“ für den Sieg des Friedens und der Demokratie.

HB ARROMANCHES. „Schon seit mehreren Jahrzehnten bauen diese in der Vergangenheit unbelehrbaren Feinde gemeinsam ihre Gegenwart auf“, sagte Chirac am Sonntag in Arromanches bei der internationalen Zeremonie zum Gedenken an die alliierte Landung in der Normandie vor 60 Jahren. Chirac sprach vor mehr als 20 Staats- und Regierungschefs, darunter mit Gerhard Schröder erstmals auch ein deutscher Bundeskanzler.

„Ich habe gewünscht, dass Deutschland sich mit uns an diese Stunden (des 6. Juni 1944) erinnert“, als Europa wieder von dem Ideal der Freiheit erfüllt worden sei, sagte Chirac. Das Beispiel der deutsch-französischen Aussöhnung zeige, dass der Hass keine Zukunft habe und ein Weg zum Frieden immer möglich sei. „Wir machen unseren Willen deutlich, gemeinsam diesen Weg in einem Europa fortzusetzen, das mit sich selbst versöhnt ist“, ergänzte Chirac.

In Anwesenheit auch des russischen Präsidenten Wladimir Putin hob Chirac zudem das Leiden und den Beitrag der „heroischen Soldaten der Roten Armee“ zur Befreiung Europas vom Nationalsozialismus hervor.

Chirac sprach sich für eine neue internationale Weltordnung in Freiheit, Gerechtigkeit und Respekt vor den Menschen und dem Recht aus. Die UN-Charta bleibe dafür weiterhin Symbol und Garant, sagte Chirac, der als Verfechter einer multilateralen Konfliktbewältigung den Irak-Krieg abgelehnt hatte.

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