Gedenkfeier
Poroschenko wird auf dem Maidan ausgebuht

Ein Jahr nach dem Beginn blutiger Demonstrationen in Kiew würdigen Tausende die Toten. Der Präsident kündigte an, alle Opfer des Protestes als „Helden der Ukraine“ zu ehren. Dennoch schlug ihm viel Kritik entgegen.
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KiewAm Jahrestag der prowestlichen Maidan-Proteste hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko das krisengeschüttelte Land zur Einigkeit aufgerufen. „Wir müssen zusammenstehen und uns mehr vertrauen“, mahnte er am Freitag in Kiew. US-Vizepräsident Joe Biden würdigte bei einem Besuch in der Ex-Sowjetrepublik den Mut der damaligen Demonstranten.

Er forderte von Russland wegen der Kämpfe in der Ostukraine stärkere Friedensbemühungen und drohte Moskau mit internationaler Isolation. Einen Monat nach der Parlamentswahl in der Ukraine einigten sich fünf proeuropäische Parteien auf eine Koalition. Das Abkommen sieht als Priorität einen Nato-Beitritt vor.

Am 21. November 2013 hatte die Führung unter dem damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch ihren EU-Kurs auf Eis gelegt und sich stärker Russland zugewandt. Dies löste in Kiew massive Proteste aus, die zu einem Machtwechsel führten und bei denen mehr als 100 Menschen getötet wurden. „Die Ukrainer haben damals die Freiheit gewählt - und sie mit dem Blut der besten Söhne und der Töchter des Landes bezahlt“, sagte Parlamentspräsident Alexander Turtschinow.

Infolge der Maidan-Ereignisse annektierte Russland trotz internationaler Kritik und Protests Kiews die Halbinsel Krim. In der Ostukraine begann ein Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten mit bisher mehr als 4000 Toten. Auch am Freitag berichteten beide Konfliktseiten von neuen Kämpfen.

An einem Mahnmal unweit des Maidans legte Staatschef Poroschenko einen Kranz in Erinnerung an die Toten nieder. Wütende Angehörige der Opfer forderten lautstark Aufklärung über die Hintergründe der damaligen Gewalt. „Schande“ und „Poroschenko, wo sind die Mörder?“, riefen sie. Der Präsident kündigte an, alle bei den Protesten getöteten Menschen als „Helden der Ukraine“ zu ehren.

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Demonstranten fordern „Tod den Feinden“

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  • Was hat der Vize-Präsident Biden aus den USA dort zu suchen?
    Ein besseres Beispiel, dass die USA die Hände nach dem russ. Kontinent greifen, kann es doch gar nicht geben.
    Wo soll das denn noch hinführen?

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