Gefahr aus Nordkorea
USA und Südkorea planen für den Ernstfall

Immer wieder kommen Provokationen aus Nordkorea – bislang meist nur verbal. Für den Fall einer militärischen Aktion haben die Streitkräfte der USA und Südkoreas einen Einsatzplan entwickelt. Details sind bislang unklar.
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SeoulDie Streitkräfte der USA und Südkoreas haben nach eigenen Angaben einen gemeinsamen Einsatzplan für den Fall militärischer Provokationen durch Nordkorea entwickelt. Er erlaube eine „unmittelbare und entschiedene Reaktion auf jede nordkoreanische Provokation“. Der Plan sei nach dem nordkoreanischen Angriff auf die zu Südkorea gehörende Insel Yonpyong im November 2010 entwickelt und am vergangenen Freitag unterzeichnet worden, teilten die US-Streitkräfte Korea (USFK) am Sonntag mit.

Wie der Ernstfall-Plan im Detail aussieht, blieb unklar, ebenso, was genau als „Provokation“ aufgefasst wird. Militärs in Südkorea deuteten jedoch an, dass die USA ihrem Bündnispartner auch bei begrenzten Konflikten sofort beistehen würden und nicht erst bei Ausbruch eines Kriegs. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten als Abschreckung gegen das kommunistische Nordkorea stationiert.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar äußerst gespannt. Angesichts der Ausweitung von UN-Sanktionen wegen des Tests und jährlicher südkoreanisch-amerikanischer Militärübungen hatte Pjöngjang erklärt, den Waffenstillstandsvertrag von 1953 zur Beendigung des Korea-Kriegs und alle Entspannungsabkommen mit Südkorea nicht mehr anzuerkennen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Etwas kritische journalistische Distanz täte hier gut. Da tischen uns Pentagon, CIA und ihre noch im Amt befindlichen Militärs in der Südarmee (aus der MB Lee Administration) fast täglich auf, wie gefährlich der Norden ist. Ok, die verbalen Provokationen sind deftig, aber nicht neu mit Blick auf die letzten Jahrzehnte. Die angeblichen Atombombentests sind nur vielleicht nuklear, nachdem man bei allen 3 Versuchen nicht den geringsten radioaktiven Fallout messen konnte. Die "militärischen Provokationen" von 2010 (Cheonan Fregatte, Insel Yonpyong) lassen sich von unabhängigen Experten sowie von der südkoreanischen Bevölkerung leicht als fingierte oder sogar provozierte Provokationen entlarven. Die Faktenlage gegen die Version des CIA ist in beiden Fällen erdrückend. Nur das interessiert die deutsche Presse nicht, da es nicht ins Klischee von der bösen Nord-Diktatur passt.

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