„Gefahr der kompletten Schließung“
Nordkorea droht erneut mit Ende für innerkoreanischen Industriepark

Erneut hat Nordkorea das Ende des gemeinsam mit Südkorea betriebenen Industrieparks von Kaesong in Erwägung gezogen. Der grenznahe Sonderwirtschaftszone wurde zuvor bereits ein Produktionsstopp auferlegt.
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SeoulNordkorea hat erneut mit der Schließung des gemeinsam mit Südkorea betriebenen Industrieparks von Kaesong auf seinem Gebiet gedroht. Die offizielle Zeitung „Rodong Sinmun“ gab Südkorea am Montag die Schuld für die verschärften Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Seoul sei dafür verantwortlich, die grenznahe Sonderwirtschaftszone „in die Gefahr der kompletten Schließung“ gebracht zu haben. Nordkorea werde, „wie bereits vorgewarnt, einen entscheidenden Schritt unternehmen“.

Seoul hatte angekündigt, dass alle noch in Kaesong verbliebenen Südkoreaner zu ihrem eigenen Schutz zurückkehren sollten. Die für Montag geplante Rückkehr der letzten Gruppe von 50 Südkoreanern verzögerte sich zunächst. Beide Seiten würden noch beraten, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul. Man erwarte die Gruppe jedoch noch im Verlauf des Tages zurück.

Fast drei Wochen nach dem Produktionsstopp in Kaesong waren zuletzt am Samstag 126 Südkoreaner in ihre Heimat zurückgekehrt. Mit dem Abzug ihrer Mitarbeiter folgen die in Kaesong tätigen südkoreanischen Unternehmen der Weisung Seouls, das kommunistische Nachbarland zu verlassen. Einen Vorschlag Seouls zu Gesprächen über den Kaesong-Komplex hatte Pjöngjang zuvor abgelehnt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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