Gefahren durch El Kaida ignoriert
Bericht: Ex-CIA-Chef Tenet versagte vor 9 11

Schwere Vorwürfe gegen Ex-CIA-Chef George Tenet: Einem Bericht des US-Geheimdienstes zufolge hat er im Vorfeld der Anschläge vom 11. September versagt. Er habe durchaus von den Gefahren gewusst, heißt es.

HB WASHINGTON. Eine Zusammenfassung des 2005 erstellten Geheimberichts wurde gemäß einem neuen US-Gesetz am Dienstag der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darin werden disziplinarische Konsequenzen gegen Tenet und weitere Mitglieder der damaligen CIA-Führung empfohlen, da sie ihre Pflichten nicht zufriedenstellend erfüllt hätten.

So habe es einen „systematischen Zusammenbruch“ des Frühwarnsystems gegeben, das die USA vor dem Einsickern von Terrorverdächtigen schützen sollte. Tenet habe 1998 zwar den Kampf gegen Al-Kaida ausgerufen, später jedoch zur Terrorabwehr bestimmte Gelder anderweitig eingesetzt.

Tenet war 2004 nach sieben Jahren an der Spitze der CIA zurückgetreten. Der jetzige CIA-Direktor Michael Hayden veröffentlichte den Geheimbericht nur unter Protest. Tenet wies die in dem Dossier gegen ihn erhobenen Vorwürfe umgehend zurück: „Vor dem 11. September hat keine US-Behörde mehr im Kampf gegen El Kaida getan als die CIA“, betonte er.

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