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Gefangenenaustausch: Soldat aus Israel kommt nach fünf Jahren frei

Die Hamas hat sich bereit erklärt Israel den vor fünf Jahren entführten Soldaten Gilad Schalit zu übergeben. Dafür werden rund 1000 palästinensische Gefangene freikommen.

Gilad Schalit, hier ein Archivbild, kommt wieder frei. Quelle: dapd
Gilad Schalit, hier ein Archivbild, kommt wieder frei. Quelle: dapd

GazaJahrelang hatten die Deutschen zwischen Israel und seinem Erzfeind Hamas vermittelt, doch der Durchbruch gelang letztlich mit Hilfe von Kairo: Schon in den kommenden Tagen soll der 2006 in den Gazastreifen verschleppte israelische Soldat Gilad Schalit freikommen, im Gegenzug für die Entlassung von etwa 1000 palästinensischen Häftlingen. Die Heimkehr des verlorenen Sohns, den inzwischen viele Israelis fast wie ihr eigenes Kind betrachten, könnte dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu einen riesigen PR-Erfolg verschaffen. Auch die im Gazastreifen herrschende Hamas kann sich auf ausgelassene Jubelfeiern einstellen, wenn die palästinensischen Häftlinge von ihren Familien in die Arme geschlossen werden können. 

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Jahrelang hatten die zähen Verhandlungen zwischen den Erzfeinden nicht gefruchtet, nicht zuletzt, weil der Preis für Israel so hoch ist. Die Freilassung 450 militanter Palästinenser unter den 1000, die an tödlichen Anschlägen beteiligt waren, ist in Israel weiterhin sehr umstritten. Es wird befürchtet, dass die Männer in Zukunft wieder den Weg der Gewalt einschlagen und weitere Menschen bei Anschlägen ums Leben kommen könnten.

 Doch der emotionale Druck auf Netanjahu war enorm: Die Familie von Schalit führt seit Jahren eine unermüdliche Medienkampagne zur Freilassung des inzwischen 25-Jährigen. Die verzweifelten Eltern, Noam und Aviva Schalit, harren fast pausenlos in einem Protestzelt in unmittelbarer Nähe des Amtssitzes von Netanjahu in Jerusalem aus, um den Fall nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. „Es ist nicht ein Tag vergangen, an dem wir nicht versucht haben, Gilad nach Hause zu bringen“, sagte Netanjahu zu Beginn einer Sondersitzung seines Kabinetts in Jerusalem.

Palästinenserinnen vor einem Wandbilder von Gilad Schalit. Quelle: dapd
Palästinenserinnen vor einem Wandbilder von Gilad Schalit. Quelle: dapd

Angesichts der dramatischen Umwälzungen in der arabischen Welt und der fortschreitenden israelischen Isolation in der Region wuchs zuletzt der Druck auf Netanjahu, einem Tauschhandel zuzustimmen. „Es kann sein, dass das Gelegenheitsfenster sich geschlossen hätte“, erklärte der Regierungschef seine überraschende Zustimmung. Daher habe er seine Unterhändler am vergangenen Donnerstag angewiesen, eine Grundsatzeinigung mit Hamas zu unterzeichnen. In der Vergangenheit hatte Netanjahu sich immer wieder strikt gegen jegliche Einigung mit Terroristen ausgesprochen.

„Der arabische Frühling hat die gesamte Region total verändert“, sagte Joaz Handel, Medienberater der israelischen Regierung, dem zweiten israelischen Fernsehen. „Er hat auch die Hamas dazu bewegt, eine pragmatischere Linie zu verfolgen.“

 Die Eltern Schalits verfolgten die dramatischen Medienberichte am Dienstagabend in ihren Protestzelt und waren offensichtlich zwischen Hoffen und Bangen hin- und hergerissen. Zu oft schon waren ihre Hoffnungen enttäuscht worden, den Sohn wieder lebend in die Arme schließen zu können.

  • 11.10.2011, 21:21 UhrAnonymer Benutzer: We-are-99-Prozent

    Freut mich wirklich.
    Aber das sieht man mal die edle Gesinnung der wahren Bevölerung dieses Landes dort.

    Vergessen wir nicht, den Palestinensern gehört das Land. Sie sind Semiten, im Gegensatz zu dem größten Teil der dort lebendne Juden.

    Keiner hat die Israelitis dort eingeladen, aber mit Massaker und Massenmord haben sie sich ZUgriff dort verschafft.

    Und noch heute verhalten sie sich schlimemr als Besatzer, denn genau das sind sie.

    Wie gesagt, fast keiner der dort lebenden Israelis ist ein Semit.

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