Gefechte mit Schiiten
Sieben US-Soldaten im Irak getötet

Bei Zusammenstößen zwischen Schiiten und Soldaten der US-geführten Besatzungstruppen wurden in der Hauptstadt Bagdad nach US-Angaben sieben US-Soldaten getötet.

HB BAGDAD. Das US-Militär teilte in der Nacht zu Montag mit, schiitische Kämpfer hätten am Sonntag mit leichten Waffen und Granatwerfern eine Polizeistation und Regierungsgebäude im Armenviertel Sadr-City attackiert. Dabei seien auch mehr als zwei Dutzend US-Soldaten verletzt worden. Zudem soll mindestens ein Iraker getötet worden sein. Der Stadtteil ist eine Hochburg des radikalen Schiiten-Geistlichen Moktada el Sadr, dessen Anhänger bereits zuvor am Sonntag in mehreren Städten gegen die Besatzungstruppen demonstriert hatten. Allein nahe Nadschaf wurden dabei 20 Iraker sowie ein US-Soldat und ein Soldat aus El Salvador getötet.

Entzündet hatten sich die Proteste an der Festnahme eines Sadr-Vertrauten und das Verbots einer Sadr-nahen Zeitung durch die US-geführte Zivilverwaltung. An den Kämpfen bei Nadschaf waren auch zahlreiche Mitglieder der verbotenen Mehdi-Miliz beteiligt, die Sadr unterstützt. Die meisten der irakischen Toten dort trugen die schwarze Uniform der Miliz, wie ein Reuters-Korrespondent berichtete. Bei den drei Stunden dauernden Schießereien wurden nach Angaben von Krankenhäusern etwa 200 Menschen verletzt. Auch 19 Soldaten El wurden verwundet, wie die dort zuständige spanische Besatzungstruppe mitteilte.

Nadschaf ist ein Zentrum der schiitischen Bevölkerungsmehrheit im Irak. In dem nahe gelegenen Stützpunkt sind Soldaten aus Spanien, El Salvador und anderen Staaten mit spanischer Landessprache stationiert. Auch in Kirkuk, Amara, Basra und Nassirijah war es am Sonntag zu gewaltsamen Protesten von Anhängern Sadrs gekommen.

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