Gegen Attentäter will Militär weiter vorgehen
Israel beendet vorläufig Offensive im Gaza-Streifen

Nach der jüngsten Eskalation der Gewalt hat die israelische Armee ihre Offensive gegen radikale Palästinenser im Gaza-Streifen vorerst ausgesetzt.

HB JERUSALEM. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas solle so die Möglichkeit erhalten, die Extremisten zu einem Ende der Angriffe auf Israel zu bewegen, sagte ein hochrangiger Vertreter der israelischen Sicherheitskräfte am Sonntag. Das Militär werde aber weiter gegen mutmaßliche Attentäter vorgehen. Zudem werde zurückgeschlagen, falls der Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen wieder beginnen sollte, hieß es.

Der palästinensische Chef-Unterhändler Saeb Erekat begrüßte die Entscheidung. „Wir setzen uns dafür ein, die Gewalt gegenüber Israel zu stoppen“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Umgekehrt müsse Israel nun aber auch in allen anderen Gebieten die Angriffe auf Palästinenser einstellen. Die radikale Hamas-Organisation erklärte, sie traue der israelischen Ankündigung nicht.

Die Gewalt im Nahen Osten war Ende September erneut aufgeflammt, nachdem radikale Palästinenser vom Gaza-Streifen aus Raketen auf Israel abgefeuert hatten. Die israelische Armee beschoss das Küstengebiet daraufhin vom Boden und aus der Luft und tötete vier mutmaßliche Extremisten. Zudem nahm das Militär im palästinensischen Westjordanland hunderte Verdächtige fest. Die Eskalation machte Hoffnungen zunichte, nach dem israelischen Abzug aus dem Gaza-Streifen könnten die Friedensverhandlungen zwischen beiden Seiten neu belebt werden.

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