Gegenleistung für Aufhebung von Sanktionen
Presse: Libyen will über Al Qaeda informieren

Um eine Aufhebung der US-Sanktionen zu erreichen, will die libysche Führung laut einem Pressebericht auch Hinweise auf islamistische Extremisten geben.

HB BERLIN. Außer dem Verzicht auf ABC-Waffen soll Libyen auch zugesagt haben, Informationen über hunderte Al-Qaeda-Kämpfer und andere islamistische Terroristen zu liefern. Wie der britische «Observer» am Sonntag berichtet, ist dies eine der Bedingungen der USA für die Aufhebung der Sanktionen gegen den nordafrikanischen Staat.

Die Führung in Tripolis habe sich erst nach zweijährigen Geheimverhandlungen bereit erklärt, keine Massenvernichtungs-Waffen mehr zu besitzen und zu entwickeln, hieß es. Die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 aufgenommenen Gespräche hätten zumeist in London stattgefunden.

Erst als Beweise für das libysche Waffenprogramm gefunden worden seien, habe Staatschef Muammar al Gaddafi nachgegeben, hieß es unter Berufung auf amerikanische Regierungsvertreter. Der Zeitung zufolge konnten die USA ihre Position stärken, nachdem bei einem geheimen Einsatz Transportsysteme für Waffen beschlagnahmt worden waren.

In den nächsten Monaten wollten US-Präsident George W. Bush und der britische Regierungschef Tony Blair ein formelles Abkommen mit Gaddafi über den Verzicht auf ABC-Waffen schließen, berichtet die «Sunday Times». Das Treffen sei auf «neutralem Boden» geplant. Blairs Büro bestätigte dies bislang nicht.

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