Geheimdienst will zunächst Legalität der Maßnahmen prüfen
CIA will auf aggressive Verhörmethoden vorläufig verzichten

Der amerikanische Auslandsgeheimdienst beabsichtigt laut einem Pressebericht auf besonders aggressive Verhörmethoden vorläufig zu verzichten. Dies soll demnach für alle CIA-Einrichtungen gelten.

HB BERLIN. Verhörmethoden wie Schlafentzug oder Verweigerung von Schmerzmitteln soll es in Einrichtungen des US-Geheimdienstes CIA vorerst nicht mehr geben. Das berichtet die «Washington Post» unter Berufung auf Geheimdienstmitarbeiter.

Laut dem Bericht wird zunächst auf besonders umstrittene Methoden beim Verhör von Terrorverdächtigen verzichtet, bis die Legalität der Anwendungen überprüft worden sei. «Wir müssen sicher sein können, dass wir uns auf legalem Boden bewegen», zitierte die «Post» einen ehemaligen hochrangigen CIA-Mitarbeiter.

Die Aussetzung der umstrittenen Verhörmethoden solle für CIA-Einrichtungen weltweit gelten, hieß es in dem Bericht weiter. Nicht betroffen davon seien jedoch Militärgefängnisse wie in Guantanamo auf Kuba.

Zu den umstrittenen Verhörmethoden zählen Schlafentzug, das Vermitteln eines Gefühls von Erstickungsgefahr, der Einsatz von starkem Lärm oder grellem Licht und die Verweigerung von Schmerzmedikamenten. Dies Anwendungen wurden laut «Post» vor zwei Jahren von Juristen des Justizministeriums und des Nationalen Sicherheitsrats gebilligt und bedürfen der Genehmigung des CIA-Chefs.

Ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Justizministeriums verteidigte unterdessen die Verhörtechniken. Von Folter könne man nicht sprechen, weil keine wesentlichen körperlichen Schäden oder Verletzungen bewirkt würden.

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