Geheimdienstinformationen
Polen könnte nächstes Anschlagsziel sein

Nach Einschätzung des polnischen Geheimdienstes könnte Polen wegen des Engagements im Irak das nächste Ziel eines Terroranschlags werden. „Wir sind ein Verbündeter der USA und sind politisch und militärisch am Golf präsent“, sagte Geheimdienstchef Zbigniew Siemiatkowski am Montag dem privaten Hörfunksender Zet.

HB WARSCHAU. „Uns muss klar sein, dass wir nicht nur ein hypothetisches Ziel, sondern vielleicht auch ein reales sind.“ Weder die polnische Gesellschaft noch die Sicherheitsdienste des Landes seien ausreichend auf einen Anschlag wie in Madrid vorbereitet. Wie Spanien hat auch Polen den US-geführten Krieg gegen den Irak unterstützt und Truppen in dem Land stationiert. Der spanische Wahlgewinner und designierte Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero kündigte am Montag den Abzug der spanischen Soldaten aus dem Irak an. Polens Ministerpräsident Leszek Miller hat einen solchen Schritt für sein Land abgelehnt.

Am Freitag verstärkten die polnischen Behörden ihre Sicherheitsmaßnahmen an Grenzübergängen sowie Bahn- und Flughäfen. In einem am Sonntag aufgetauchten Videoband übernahm ein Sprecher für die moslemische Extremisten-Organisation El Kaida die Verantwortung für die Madrider Anschläge und gab als einen Grund den Irak-Krieg an.

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