Geheime Auslandskonten
USA verlängern Amnestie-Programm für Steuersünder

Der Andrang ist groß, mehr als 3 000 Personen haben sich bereits bei der amerikanische Steuerbehörde gemeldet, um mit der Offenlegung verschwiegener Auslandskonten einer Strafverfolgung zu entgehen. Jetzt haben die USA das äußerst erfolgreiche Amnestie-Programm um drei Wochen verlängert.

HB WASHINGTON. Wegen großen Andrangs mutmaßlicher Steuersünder haben die USA ihre Gnadenfrist für Besitzer ausländischer Konten um drei Wochen verlängert. Die Amnestie gelte nun bis zum 15. Oktober, teilte die amerikanische Steuerbehörde IRS am Montag mit. Seit Beginn des Programms im März hätten sich bereits mehr als 3000 Personen freiwillig gemeldet, die mit der Offenlegung bisher verschwiegener Auslandskonten einer Strafverfolgung entgehen wollen. Im vergangenen Jahr hätten dies insgesamt weniger als 100 Personen getan, so der Internal Revenue Service (IRS) weiter.

Mit der Verlängerung will der US-Fiskus jenen Freiwilligen entgegenkommen, die eine Meldung bis zur bisherigen Frist am 23. September nicht mehr schaffen würden. Laut IRS haben sich Steuerberater beschwert, dass sie den Ansturm von Klienten nicht rechtzeitig bewältigen könnten. Für eine fristgerechte Offenlegung von Auslandsguthaben und die Begleichung hinterzogener Steuern stellt die Behörde den Amerikanern eine verringerte Geldbuße sowie in der Regel einen Verzicht auf Strafverfolgung in Aussicht.

Das Programm wurde gestartet, kurz nachdem der Schweizer Bankenriese UBS im Zuge eines Vergleichs erste Namen von Kontoinhabern den US-Behörden übergeben hatte. Die Schweiz hatte sich Mitte August im sogenannten UBS-Steuervergleich verpflichtet, innerhalb eines Jahres die UBS-Konten von rund 4 450 mutmaßlichen amerikanischen Steuersündern zu überprüfen und die Namen dem IRS preiszugeben.

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