Geheimes Pentagon-Papier
Keine Kooperation zwischen Saddam und El Kaida

Zwischen dem Regime von Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk El Kaida hat es einem bislang geheim gehaltenen Bericht des US-Verteidigungsministeriums zufolge so gut wie keine direkte Kooperation gegeben. US-Vizepräsident Dick Cheney verbreitet derweil eine andere Version.

HB WASHINGTON. Wie die „Washington Post“ am Freitag unter Berufung auf das Pentagon-Papier weiter berichtete, ergab die Auswertung im Irak sichergestellter Dokumente sowie Verhöre Saddam Husseins und seiner Vertrauten, dass der Kontakt Bagdads mit Osama bin Ladens Terrororganisation sehr begrenzt gewesen sei. US-Geheimdienste hätten zudem schon vor dem Beginn des Irak-Krieges darauf hingewiesen, es gebe „keine schlüssigen Anzeichen“ für eine Kooperation.

US-Vizepräsident Dick Cheney hatte vor und nach der Invasion des Irak im März 2003 immer wieder betont, El Kaida operiere im Inneren des Landes. Erst am Donnerstag sagte er in einer Rundfunksendung, die Terrororganisation habe im Irak noch vor Kriegsbeginn Fuß gefasst.

Der Pentagon-Bericht zitiert den Angaben zufolge eine CIA-Analyse vom August 2002, nach der El Kaida und der irakische Geheimdienst „zwei Organisationen sind, die versuchen, sich gegenseitig zu ergründen oder auszubeuten“. Der Geheimdienst des Pentagons DIA habe vor Kriegsbeginn ebenfalls festgestellt, dass es nur unzureichende Informationen für den Schluss einer „bestehenden Beziehung“ zwischen dem Saddam-Regime und El Kaida gebe.

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