Geiseln genommen
Aufständische stürmen Polizeiwache in Peru

In Peru haben aufständische Reservesoldaten eine Polizeiwache gestürmt und zehn Beamte als Geiseln genommen. Präsident Toledo verhängte den Ausnahmezustand.

HB BERLIN. In Peru haben bis zu 350 Anhänger eines pensionierten Militärkommandeurs eine Polizeiwache in den Anden gestürmt und den Rücktritt von Präsident Alejandro Toledo gefordert. Laut Medieberichten kam es bei der Besetzung zu einer Schießerei. Fünf Polizisten und zwei Zivilisten wurden verletzt

.

Nach der Besetzung verhängte Präsident Toledo den Ausnahmezustand über die Region. Der Überfall sei eine Staatsangelegenheit, erklärte er nach einer Krisensitzung in Lima. Er kündigte für die kommenden Tage «ein vorsichtiges, aber zugleich entschlossenes» Vorgehen an.

Der Major im Ruhestand führt mit seinem Bruder die radikal-militärische «Nationale Bewegung Perus» an, die in den Medien als links-faschistisch beschrieben wird. Die so genannten Etnocacerista fordern unter anderem, dass Toledo vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt werden sollte.

Die von Indios in Uniform dominierte Organisation ist auch wegen ihrer extrem antichilenischen Haltung bekannt, sympathisiert mit den linken Rebellen in Kolumbien und den Koka-Bauern in Bolivien.

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