Geldpolitik
Brüderle will Deutschlands Macht im EZB-Rat stärken

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle fordert mehr deutschen Einfluss auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Sonst laufe Deutschland Gefahr „als Selbstbedienungsladen missbraucht“ zu werden.
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SaarbrückenDer FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Rainer Brüderle, hat sich für einen größeren deutschen Einfluss im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. Er halte es nicht für akzeptabel, wenn Deutschland das gleiche Stimmgewicht wie zum Beispiel Malta im EZB-Rat habe, sagte er am Mittwoch bei einem Wirtschaftsdialog der FDP-Bundestagsfraktion in Saarbrücken. Deutschland stehe im Zweifelsfall mit 27 Prozent aller Maßnahmen gerade. Deshalb müsse es eine Anpassung geben, damit das Gewicht starker Notenbanken wie der deutschen anders gewichtet werde.

Es könne nicht sein, dass die Mehrheit der Schuldnerländer den Staatshaushalt der soliden Länder „als Selbstbedienungsladen missbraucht“, sagte Brüderle. Einen „weichen Euro“ lehnte er als „Scheinlösung“ ab. Europa brauche stabiles Geld. Deutschland habe zweimal Inflation, Hyperinflation und Währungsreform erleben müssen. Seine Mitgift für die Architektur Europas sei „hohe Sensibilität für Geldwertstabilität“ und die Unabhängigkeit der Notenbank. „Die Notenpresse darf nicht in die Hände der Politik geraten“, mahnte der FDP-Fraktionschef.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Geldpolitik: Brüderle will Deutschlands Macht im EZB-Rat stärken"

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  • alles, aber auch wirklich alles was brüderle inzwischen so alles wollte und forderte, brachte bisher nichts als nur heiße Luft. oder hat er zB. unser Gold heimgeholt wo er so tönte?

  • Ach Brüderle, wie nett. Langsam wird´s albern.

    http://www.welt.de/welt_print/article779393/Ein-Staat-ohne-Legitimation.html

  • AfD wirkt.

    Herr Brüderlein: Ihre Partei hat seit 2005 Regierungsverantwortung. Es zählen Taten, nicht Worte.

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