Geldpolitik
IWF soll den Währungskrieg beenden

Im Währungskonflikt geht Peking jetzt in die Offensive: Die Industriestaaten seien verantwortlich für die globalen Ungleichgewichte. Experten warnen schon vor einem Handelskrieg. Nun soll der Internationale Währungsfonds den Schlichter spielen.
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WASHINGTON. Knapp 40 Jahre nach dem Ende des Systems der festen Wechselkurse von Bretton Woods übernimmt der Internationale Währungsfonds (IWF) wieder eine wichtige Rolle als Währungsinstanz. Der Fonds soll helfen, die globalen Ungleichgewichte im Weltwährungssystem zu verstehen und Empfehlungen abgeben, wie sie zu beseitigen sind. Darauf verständigte sich der Lenkungsausschuss des IWF auf der Jahrestagung des Fonds in Washington.

Unter Führung von Dominique Strauss-Kahn hatte der IWF bereits bei der Bewältigung der Weltfinanzkrise an Bedeutung gewonnen. Ihm gehören 187 Länder an – im Gegensatz zur Gruppe der großen Industrieländer (G7). Die Finanzminister der G7 tagten ebenfalls in Washington, schwiegen aber zum Währungsstreit.

In der Sache geht es längst nicht mehr nur um den Streit zwischen den USA und China über den wahren Wert der chinesischen Währung. Im Abwertungswettlauf mischten zuletzt auch Japan, Südkorea, die Schweiz und Brasilien mit. Immer lauter werden die US-Forderungen in Richtung Peking, die eigene Währung aufzuwerten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss sich von Berlin aus der Forderung an. Doch auf chinesischer Seite bewegt sich wenig.

Stattdessen ging Pekings Delegation in Washington selbstbewusst in die Offensive: Zentralbankgouverneur Zhou Xiaochuan machte die Industriestaaten für die bestehenden Probleme verantwortlich. Deren hohe Verschuldung, niedrige Zinsen und anhaltende Konjunkturspritzen bereiteten den Schwellenländern starke Kopfschmerzen.

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