Geldwäsche-Bekämpfung
US-Banken dringen auf Lockerung ihrer Pflichten

Im Kampf gegen Geldwäsche und andere Delikte fordern US-Banken eine Lockerung ihrer Pflichten. Die Branchenvereinigung Clearing House will Insidern zufolge eine entsprechende Initiative vorstellen.
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Washington/New YorkDie großen US-Banken dringen Reuters-Informationen zufolge auf eine Lockerung ihrer Pflichten im Kampf gegen Geldwäsche und andere Delikte. Die Branchenvereinigung Clearing House wolle dazu eine Initiative mit Änderungsvorschlägen vorstellen, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen zur Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei eine grundlegende Umgestaltung der Regeln, nach denen Finanzeinrichtungen mögliche kriminelle Vergehen untersuchen und den Behörden berichten. Der Katalog sollte womöglich noch am Donnerstag veröffentlicht werden. Zu Clearing House gehören wichtige Wall-Street-Häuser wie Goldman Sachs, JPMorgan Chase und die Bank of America.
Bislang müssen Banken bei verdächtigen Transaktionen jedes Mal einen Bericht (Suspicious Activity Report, SAR) für die Behörden erstellen. Damit soll verhindert werden, dass etwa Drogenhändler und Terroristen ihre Gelder über das US-Finanzsystem reinwaschen. Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben des Finanzministeriums fast eine Million solcher Berichte.
Die Branche hält dieses Vorgehen für zu aufwendig und zu ineffizient. Sie schlägt daher ein neues Berichtssystem vor. Demnach sollen die Geldhäuser nicht mehr jede beliebige verdächtige Transaktion verfolgen, sondern nur noch solche, die auf konkreten Prüfanliegen der Behörden beruhen. Außerdem plädiert Clearing House für die Einrichtung einer gemeinsamen Informationsplattform der Banken, auf der entsprechende Daten ausgetauscht werden.
Mit seinen Vorschlägen habe der Verband auf den Amtsantritt des neuen Präsidenten Donald Trump gewartet, sagte ein Insider. Trump hat bereits angekündigt, die Bankenregulierung teilweise zurückzudrehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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