Gemeimnsamer Vorstoß von Deutschland und Belgien
Türkei-Verhandlungen sollen 2005 beginnen

Beim EU-Gipfel Mitte Dezember in Brüssel werden sich Deutschland und Belgien gemeinsam für die Aufnahme der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei im Jahr 2005 einsetzen.

HB BERLIN. Dies sagten Bundeskanzler Gerhard Schröder und Belgiens Ministerpräsident Guy Verhofstadt am Mittwoch in Berlin. Vor allem Frankreich strebt angeblich einen späteren Verhandlungsbeginn an.

Schröder und Verhofstadt sprachen sich auch gegen eine privilegierte Partnerschaft als Verhandlungsziel mit der Türkei aus. Mit Ankara gebe es bereits eine privilegierte Partnerschaft, sagte Verhofstadt mit Hinweis auf bereits bestehende Vereinbarungen. „Wir brauchen nicht eine neue Form der privilegierten Partnerschaft. Wir brauchen normale Verhandlungen mit der Türkei“, sagte er. Auch Schröder betonte, es gehe um Beitrittsverhandlungen, „und nicht um irgendetwas, was darunter liegt“.

In Deutschland machen sich vor allem die Unionsparteien für eine privilegierte Partnerschaft der Türkei mit der EU stark. Sie lehnen eine Vollmitgliedschaft ab. Einige EU-Länder wollen das Ziel der besonderen Partnerschaft mit der Türkei in das Verhandlungsmandat des EU-Gipfels am 17. Dezember festgeschrieben sehen. Schröder und Verhofstadt sprachen sich auch dafür aus, dass alle EU-Gründungsmitglieder 2005 die EU-Verfassung ratifizieren, um damit ein besonderes Signal zu setzen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%