Gemeinsame Erklärung
Firmen protestieren gegen den Euro-Rettungsschirm

Mit einer Erklärung protestieren Deutschlands Familienunternehmer gegen die „der verantwortungslose Schulden-Politik“ der Bundesregierung. Europa verkomme zur Transferunion - und Deutschland trage die größte Last.
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BerlinDeutschlands Familienunternehmer laufen einem Medienbericht zufolge Sturm gegen die Euro-Politik der Bundesregierung. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie die Abgeordneten des Deutschen Bundestages eindringlich auf, „der verantwortungslosen Schulden-Politik Deutschlands ein Ende zu setzen“, berichtet „Die Welt“ unter Berufung auf die „Berliner Erklärung“ der Firmen. Dazu wollten sie grundlegende Änderungen in den Verträgen zur Währungsunion erreichen. „Austritt und Ausschluss müssen möglich werden“, zitiert das Blatt aus dem Schriftstück. Die Stiftung Familienunternehmen versendet das Papier der Zeitung zufolge an alle Bundestagsabgeordneten. Das Papier sei von rund 100 Unternehmen unterzeichnet, die zusammen knapp 200.000 Mitarbeiter beschäftigen und pro Jahr rund 38 Milliarden Euro umsetzten. 

„Die Bundesregierung hat mit ihrer Euro-Rettungsschirm-Politik einen verhängnisvollen Weg eingeschlagen“, zitiert die Zeitung. Sie trage die Verantwortung, dass die mit Einführung des Euros beschlossene Obergrenze für die Staatsschulden nicht eingehalten worden sei und habe dazu beigetragen, der Europäischen Zentralbank ihre Unabhängigkeit zu nehmen. Mit der Rettung Griechenlands sei zudem die im Vertrag von Lissabon festgelegte „No-bail-out“-Klausel über Bord geworfen worden. Dieser Passus verbietet es, zur Lösung der Zahlungsprobleme eines Landes das Geld der Steuerzahler eines anderen Landes heranzuziehen. „Die Währungsunion ist seither eine Transferunion“, klagten die Unternehmer. Und die größte Last trage die Bundesrepublik. 

Ein prominenter Unterzeichner der „Berliner Erklärung“ sei der Unternehmer Reinhold Würth. Auch er spreche sich mit seiner Unterschrift dafür aus, den Austritt oder sogar den Ausschluss von einzelnen Defizit-Ländern zu ermöglichen. Schwarz sehe er für den Fall, dass der Euro-Raum komplett zerbräche. „Würden Griechenland und andere hoch verschuldete Euro-Länder zahlungsunfähig, würde vermutlich weltweit der GAU (größter anzunehmender Unfall) erreicht mit dem Konkurs vieler großer Geschäftsbanken“, sagte er. „In der Folge würde die Weltkonjunktur kollabieren, eine weltweite Währungsreform wäre denkbar und das Menetekel Erich Honeckers bei seiner Abreise ins Exil könnte durchaus wahr werden: Der Kommunismus ist nicht tot, er hat nur eine Schlacht verloren.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gemeinsame Erklärung: Firmen protestieren gegen den Euro-Rettungsschirm"

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  • Vielleicht liest die ein oder andere Firma (die sich am Protestbrief beteiligt hat) diese Kommentare und macht die Petition 18123 in ihrem Betrieb bekannt. Dann wären noch mal 200000 Arbeitnehmer angesprochen das Grundgesetz zu verteidigen und die Petition mitzuzeichnen. Oder die Firmen schalten Anzeigen und werben für Petition 18123. Hoffnung gibt es immer!

  • Da rollt eine Lawine auf uns zu, die bald niemand mehr aufhalten kann! Den Griechen ist nicht damit geholfen, wenn Sie im Euroland bleiben. Sie haben sich mit Lügen in die Währungsunion hineingeschummelt. Euroland ist damit überfordert, immer mehr Milliarden in die griechische Volkswirtschaft zu pumpen und muss entweder die Reissleine ziehen oder es wird scheitern.

  • Das sit mW von Theodor Körner

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