Gemeinsame Friedensprojekte geplant: Jordanien-Besuch in Israel als positives Symbol

Gemeinsame Friedensprojekte geplant
Jordanien-Besuch in Israel als positives Symbol

Seit vier Jahren war Jordaniens Außenminister Mulki nicht mehr in Israel. Am Samstag jedoch kam er nach Jerusalem.

HB BERLIN. Als Zeichen verbesserter Beziehungen hat der jordanische Außenminister Hani Mulki am Samstag erstmals seit mehr als vier Jahren Israel besucht. Bei einem Gespräch mit seinem israelischen Amtskollegen Silwan Schalom forderte Mulki am Abend die Freilassung von etwa 20 jordanischen Gefangenen, wie israelische Medien berichteten.

Die israelische Zeitung «Haaretz» berichtete am Abend, die Regierung in Jerusalem habe der Freilassung der jordanischen Gefangenen zugestimmt. Dies solle Ende des Monats bei einem Gegenbesuch Schaloms in Amman geschehen, hieß es.

Mulki sagte zudem, die israelische Regierung solle Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mehr Zeit für den Kampf gegen Extremistengruppen geben. Am Nachmittag hatte Mulki in Ramallah mit der neuen Palästinenserführung gesprochen. Im Hauptquartier Mukata traf er Abbas und Ministerpräsident Ahmed Kurei.

Der jordanische Außenminister setzt sich bei seinen Gesprächen in Israel und den Palästinensergebieten für eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit jordanischer Beteiligung ein. Er sprach sich nach Angaben von «Haaretz» für gemeinsame jordanisch-israelische Friedensprojekte aus, wie den Bau einer Wasserleitung vom Toten Meer zur Bucht von Eilat sowie eines gemeinsamen Flughafens für Eilat und Akkaba am Roten Meer.

Ende Februar hatte Jordanien, das seinen Botschafter zu Beginn der Intifada aus Protest gegen die israelische Politik in den Palästinensergebieten abgezogen hatte, wieder einen diplomatischen Gesandten nach Tel Aviv geschickt.

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