Gemeinsames Vorgehen
Merkel und Brown unterstützen IWF

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der britische Premierminister Gordon Brown haben ein gemeinsames Vorgehen in der Finanzkrise vereinbart. Der fast zweistündige Arbeitslunch der Regierungschefs in der Nummer 10 Downing Street, laut Merkel "ein wichtiges Treffen", stand ganz im Zeichen der Vorbereitung des Weltfinanzgipfels.

LONDON. Der Finanzmarktgipfel findet am 14. und 15. November in Washington statt. "Wir müssen klare Signale senden", sagte die Bundeskanzlerin. "Wir brauchen mehr Transparenz, mehr internationale Zusammenarbeit, eine Stärkung des IWF und mehr Verantwortung der Schwellenländer."

Merkel stellte sich hinter Browns Vorschlag, die Rolle des Internationalen Währungsfond IWF auszubauen und zunächst seine Finanzreserven zu stärken. Brown wird am Wochenende in arabische Länder reisen und sich um zusätzliche Mittel ressourcenstarker Länder kümmern, mit denen der IWF insbesondere die Finanzsysteme einzelner Länder in Osteuropa stützen soll. Es sei am wichtigsten, dass in den nächsten Tagen ein Übergreifen der Krise auf die Finanzmärkte Osteuropas vermieden werden könne, sagte Brown.

Europa werde den Gipfel intensiv vorbereiten, betonte Merkel. Der Erfolg könne aber nicht allein in europäischer Vorarbeit liegen. Wichtig sei, alle Teilnehmer in die Vorbereitungen einzubeziehen, vor allem die USA. Sie nannte außerdem China, Indien und die Golfstaaten als wichtige Partner.

Deutschland wird sich schwerpunktmäßig des Themas Transparenz der Finanzmärkte annehmen. Merkel betonte, es müsse keine übertriebene Regulierung geben: "Risiken müssen überschaubar gemacht werden und wir müssen die Bindung der Finanzmärkte an die Wirtschaft wieder festigen". Wenn Regeln, die für das Wirtschaften insgesamt gälten, nämlich dass hohe Risiken auch durch Eigenkapital untermauert sein müssen, "brauchen wir keine extensive Regulierung für jedes einzelne Produkt", sagte Merkel.

Premier Brown gratulierte Deutschland zu den relativ guten neuen Arbeitslosenzahlen. Dass Deutschland die Arbeitslosigkeit von mehr als fünf auf drei Millionen senken konnte, bezeichnete der Premier als "eine bemerkenswerte Leistung".

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