Gemeinschaftswährung
Rumänien rückt von Eurobeitritts-Zielen ab

Rumäniens Regierungschef hat eine mögliche Euro-Einführung für 2015 in Zweifel gezogen. Dennoch wolle das Land seine Anstrengungen diesbezüglich fortsetzen. Ab Dienstag startet Bukarest Gespräche mit EU und IWF.
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BukarestRumäniens Regierungschef Victor Ponta hat Zweifel an der für 2015 geplanten Einführung des Euro in seinem Land angemeldet. „Der Zeitpunkt 2015 für den Beitritt in die Eurozone ist nicht in Stein gemeißelt“, sagte Ponta am Montag in Bukarest vor Journalisten. Die Anstrengungen für die Erfüllung der Beitrittskriterien sollten aber fortgesetzt werden. Dies betreffe insbesondere die Inflationsrate und die Staatsverschuldung.

Bislang hatte die rumänische Führung das Ziel ausgegeben, 2015 die Gemeinschaftswährung einzuführen. Am Wochenende hatte allerdings der Chef der rumänischen Zentralbank, Mugur Isarescu, in der „New York Times“ die Ansicht vertreten, die Euro-Einführung 2015 stehe „nicht mehr auf der Tagesordnung“.

Am Dienstag sollte in Rumänien eine Delegation der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) eintreffen, um gut eine Woche lang Gespräche zu führen. 2009 hatte Rumänien sich wegen einer schweren Wirtschaftskrise gezwungen gesehen, die EU und den IWF um ein Darlehen in Höhe von 20 Milliarden Euro zu bitten.

Im Gegenzug hatte die Regierung in Bukarest sich verpflichtet, die öffentlichen Ausgaben drastisch zu kürzen. Im März 2011 unterzeichnete sie ein weiteres Abkommen mit EU und IWF über einen Kredit von fünf Milliarden Euro, die nur im Notfall angerührt werden sollen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gemeinschaftswährung: Rumänien rückt von Eurobeitritts-Zielen ab"

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  • Liebe Margrit117888, Ginny und Cyrano de Bergerac,

    wisst Ihr warum so viel gemeckert wird? Was hat Herr Ackermann gesagt ? 25% Return on Equity (Eigenkapitalrendite ) auf deutsch. Blödsinn :-) 53.4 % . Das ist die richtige Zahl und hat eine rumänische Bank erwirtschaftet, selbstverständlich mit Mehrheitbeteiligung aus dem Reich von DJ Ötzi. Wollt Ihr weiter Maoam? Dann greift bitte auf Öl Reserven von 80% aus dem gesamten Wert der Öl und Gas Reserven einer ähnlichen Firma aus dem Land wo man walzen kann. Was noch die armen Leute mit Gehältern von 400 Euro im Monat durchschnitt betrifft, sie haben mehr Moral sogar als ich selbst, wofür ich mich entschuldigen sollte. Aber was sonst :-) Ließ mal Goethe und versteht Ihr alles, oder : "Man hört nur was versteht". Ich gebe Euch ein Küßchen und gehe weiter gucken, was noch nicht festgenagelt wurde :-) Ufff passen!

  • Was sollten die denn überhaupt im Euro?
    In rumänien herrscht nach wie vor riesige Korruption, das wäre dann ein 2. Greichenland.
    Hieran kann man sehen, wie blöde unsere Politiker und Brüssel alle sind
    Aber nun macht ja Rumänien selbst einen Rückzierher, weil sie wohl merken, wenn sie einmal drin sind im Euro düren sie für andere zahlen

  • Sehr schlau.
    Die haben den Plan B der Wissensmanufaktur gelesen.
    http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/plan-b.pdf

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