General Ammon
Bundeswehr könnte noch zehn Jahre in Afghanistan bleiben

Der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan wird nach Einschätzung des deutschen Befehlshabers in dem Land, Hans-Christoph Ammon, noch bis etwa 2015 dauern. Deutsche Soldaten wurden vor allem Faisabad und den neuen Stützpunkt Masar-i-Scharif im Norden verstärken.

HB BERLIN. „Afghanistan ist für die Bundeswehr eine endliche Geschichte, die gut noch zehn Jahre brauchen wird“, sagte der General in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Freitag). Nach der Ankündigung des Nato-Generalsekretärs Jaap de Hoop Scheffer, die Isaf-Mission um weitere 6000 Soldaten aufzustocken, rechnet der General mit mehr Bewegungsfreiheit in ganz Afghanistan.

Der Bundestag hatte Ende September eine Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr beschlossen. Deutschland kann nun bis zu 3000 statt wie bisher bis zu 2250 Soldaten an den Hindukusch schicken. Das neue Mandat erlaubt zudem begrenzte Einsätze im Süden und Westen des Landes.

„Bisher brauchen wir immer eine spezielle Genehmigung, wenn wir uns etwa im Süden bewegen wollen“, so Ammon. „Wir werden vor allem Faisabad verstärken und den zukünftig neuen Stützpunkt Mazar-i-Sharif im Norden.“ Wer sage, dass der Norden relativ beruhigt sei und die Deutschen deshalb dort sind, „hat keine Ahnung von der Region“, sagte Ammon.

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