Generalstabschefs
Hohe Militärs beraten über Syrien

Denken die USA nach dem angeblichen Giftgaseinsatz in Syrien um? Berichten zufolge aktualisiert das US-Militär seine Pläne. Ab morgen beraten Generalstabschef mehrerer Länder über die Syrien-Krise – auch aus Deutschland.
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Washington/New York/AmmanAuf Einladung Jordaniens kommen am Sonntag in Amman die Generalstabschef mehrerer Länder, darunter auch Deutschland, zu Beratungen über den Konflikt in Syrien zusammen. An dem Treffen würden der US-Generalstabschef Martin Dempsey und seine Kollegen aus Saudi-Arabien, Katar, der Türkei ebenso wie aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada teilnehmen, sagte ein Vertreter des jordanischen Generalstabs in der Nacht zu Samstag der Nachrichtenagentur Petra.

Eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums bestätigte, dass Generalinspekteur Volker Wieker an dem dreitägigen Treffen teilnehmen werde. Die Einladung dazu sei am 7. August eingegangen, es stehe daher nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der aktuellen Entwicklung in Syrien. In den vergangenen Tagen hatten Berichte über angebliche Angriffe mit Chemiewaffen bei Damaskus die Forderung nach einem militärischen Eingreifen in dem Konflikt lauter werden lassen.

Den jordanischen Angaben zufolge findet das Treffen auf Einladung von Generalstabschef Meschaal Mohammed al-Seben und dem Centcom-Kommandeur Lloyd Austin statt. Das Centcom ist das US-Kommando für den Nahen Osten und Zentralasien. Besprochen werden sollten bei dem Treffen die Auswirkungen der syrischen Krise auf die Region und Möglichkeiten zur militärischen Kooperation, um die Sicherheit Jordaniens zu gewährleisten, sagte der jordanische Militärvertreter.

In der Nacht war bekannt geworden, dass sich die USA auf ein mögliches militärisches Eingreifen im syrischen Bürgerkrieg vorbereiten. Laut dem Nachrichtensender CNN aktualisierte das Militär seine Optionen. Ein hoher Beamter des US-Verteidigungsministeriums erklärte dem Sender am Freitag, die Liste für Ziele von möglichen Luftangriffen sei auf den neusten Stand gebracht worden. Die Planungen würden auch die Verwendung von Marschflugkörpern einschließen.

Auch der US-Sender CBS berichtete von Pentagon-Planungen für einen Cruise-Missile-Angriff auf syrische Regierungstruppen. Es werde erwartet, dass US-Generalstabschef Martin Dempsey am heutigen Samstag Optionen für einen Angriff bei einem Treffen im Weißen Haus vorlegen werde, hieß es bei CBS weiter. Eine Entscheidung von Präsident Barack Obama steht aber noch aus.

Kommentare zu " Generalstabschefs: Hohe Militärs beraten über Syrien"

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  • Unsere linke kommunistische Regierung will ja wohl nicht unsre Soldaten nach Syrien schicken?
    Also von der einstigen Verteidigungs-Armee sit die Bundeswehr zur Angriffs-Armee geworden?
    Danke Frau DDR-Merkel

  • @Rechner...Chapeau

  • Na ja so ein bisschen geht es in die Richtung wie im Film
    Die Angelsächsische Mission zu sehen
    auf YT jetzt kommen auch schon erste Berichte das Ausländer China verlassen, "natürlich aus anderen Gründen"

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