Genfer Abrüstungskonferenz
Militärmächte starten Atompoker

Die Staaten der Genfer Abrüstungskonferenz wollen nach jahrelangem Streit neue Verhandlungen zur Nuklearwaffenkontrolle starten. Das angestrebte Abkommen soll eine Lücke im System gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen schließen: Das Ziel ist ein Herstellungsverbot für hoch angereichertes Uran und Plutonium.

GENF. Im Kampf gegen Atomwaffen rückt die Welt enger zusammen: Die Staaten der Genfer Abrüstungskonferenz wollen nach jahrelangem Streit neue Verhandlungen zur Nuklearwaffenkontrolle starten. Konkret sagten die 65 Militärmächte zu, ein weltweites Produktionsverbot für atomwaffenfähiges Material anzustreben: Vor allem US-Präsident Barack Obama hatte sich dafür stark gemacht. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von neuem "Schwung für die Abrüstung".

Das angestrebte Abkommen soll eine Lücke im System gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen schließen: Konkret peilt das einzige permanente Abrüstungsforum der Welt ein Herstellungsverbot für hoch angereichertes Uran und Plutonium an. Ein durchsetzbarer Bann ließe die Atomwaffenträume vieler Staaten platzen.

Neben den USA stimmten in Genf die Nuklearmächte Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Pakistan, Indien und Israel zu. Deutschland sagte ebenso Ja. Auch Nordkorea und Iran votierten für Gespräche über spaltbares Material. Diplomaten zweifeln jedoch am ernsthaften Verhandlungswillen der beiden Staaten. Nordkorea zündete vor gut einer Woche seine zweite Atombombe - und löste einen Sturm der Empörung aus. Iran reichert trotz Verbot durch die Uno in seinen Anlagen Uran an - westliche Staaten verdächtigen Teheran, ein nukleares Arsenal aufbauen zu wollen.

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