George W. Bush gratuliert
"Super Tuesday" wird zu Kerry-Tag

John Kerry wird nach dem "Super Dienstag" der demokratische Herausforderer von US-Präsident George W. Bush. Neun von zehn Vorwahlen konnte er für sich entscheiden. Sein heftigster Widersacher, John Edwards, wird seine Bewerbung nun wohl aufgeben.

HB WASHINGTON. Der 60-Jährige Kerry errang bei den Vorwahlen der Demokraten um deutliche Siege. Kerry versprach vor jubelnden Anhängern einen „entschlossenen Kampf“ für eine neues, geeintes Amerika und gegen die „Bush-Politik für Privilegierte“.

Kerrys schärfster Konkurrent, Senator John Edwards, gibt nach Informationen mehrere US-Sender seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur auf. Edwards Wahlkampfteam widersprach am Dienstagabend - nach für Edwards enttäuschenden Wahlergebnissen - den Medienberichten nicht.

US-Präsident Bush gratulierte nach Angaben von CNN bereits am frühen Dienstagabend Kerry telefonisch zu seinen Erfolgen und die absehbare Kandidatur.

Kerry gewann mit deutlich über 50 % in Kalifornien, New York, Ohio, Connecticut, Maryland, Rhode Island und Massachusetts sowie in Minnesota, wo bei einem „caucus“ (Parteiversammlungen) abgestimmt worden war. Auch bei der Vorwahl in Georgia zeichnete sich ein knapper Sieg Kerrys über Edwards ab.

Überraschender Sieger bei der Vorwahl im kleinen Bundesstaat Vermont wurde der ehemalige Gouverneur des Nordost-Staates, Howard Dean, der aber bereits nicht mehr im Rennen um die demokratische Spitzenkandidatur steht. Kerry landete hier mit etwa 33 % auf dem zweiten Platz. Die übrigen beiden Kandidaten der Demokraten, der schwarze Prediger Al Sharpton und der Kongressabgeordnete Dennis Kucinich blieben fast überall unter zehn Prozent - lediglich der linksgerichtete Kucinich konnte beim Caucus in Minnesota auf 18 % erzielen.

Nachdem Kerry bereits vor dem „Super-Tuesday“ 18 von 20 Vorwahlen gewonnen hatte, galt dieser Vorwahltag als entscheidend. Kerry hatte bereits 754 Delegiertenstimmen für den Parteikonvent Ende Juli in Boston. Um Präsidentschaftskandidat der Demokraten werden zu können, sind beim Parteitag mindestens 2 162 Stimmen nötig. Am Dienstag ging es um insgesamt 1 151 Stimmen, von denen Kerry die allermeisten gewinnen konnte.

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