Georgien
Handgranaten-Werfer auf Bush gefasst

Reichlich zwei Monate nach dem Handgranaten-Wurf bei einer öffentlichen Rede von US-Präsident George W. Bush in der georgischen Hauptstadt Tiflis ist der mutmaßliche Täter gefasst worden. Die Granate war damals im Publikum gelandet, aber nicht explodiert.

HB TIFLIS. Die georgischen Behörden teilten am Donnerstag mit, der Verdächtige habe vor seiner Festnahme am Mittwochabend auf die Beamten geschossen und einen Polizisten getötet. Der mutmaßliche Werfer sei selbst durch Schüsse verletzt worden. Den Ärzten, die ihn behandelten, habe der 27 Jahre alte Mann gesagt: "Ich würde es noch einmal tun."

Der georgische Innenminister Wano Merabischwili sagte, die Verhaftung sei durch intensive Zusammenarbeit zwischen georgischen und US-amerikanischen Sicherheitskräften möglich geworden. Am vergangenen Montag hatten die Behörden Fotos des Verdächtigen in Umlauf gebracht. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurde er identifiziert. In der Wohnung des mutmaßlichen Attentäters wurden zahlreiche Waffen gefunden.

Nach früheren Angaben hatte ein Mann bei der öffentlichen Rede Bushs am 10. Mai eine alte Armee-Handgranate in 30 bis 50 Meter Entfernung vom US-Präsidenten in die Zuhörermenge geworfen. Die in ein Tuch gewickelte Granate sei damals gegen den Rücken eines Mädchens geprallt. Der angerostete Zündmechanismus des aus sowjetischer Produktion stammenden Sprengsatzes habe versagt, hatte ein Sprecher des US-Bundeskriminalamtes FBI in Tiflis mitgeteilt.

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