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28.08.2008 
Russland bleibt isoliert

Georgien ruft Uno zur Hilfe

Russland bleibt im Kaukasus-Konflikt international isoliert. Nur das mit Moskau eng verbündete Weißrussland erwägt die Anerkennung der von Georgien abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien. Der Uno-Sicherheitsrat kam am Donnerstag zu einer ersten Dringlichkeitssitzung über die Kaukasus-Krise zusammen. Derweil erhebt Russland schwere Vorwürfe gegen die USA.

Auf Bitten von Georgiens Präsident Micheil Saakaschwili ist der Uno-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen. Eine klare Resolution wird jedoch nicht erwartet. Russland besitzt als ständiges Mitglied ein Veto-Recht. Foto: dpaLupe

Auf Bitten von Georgiens Präsident Micheil Saakaschwili ist der Uno-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen. Eine klare Resolution wird jedoch nicht erwartet. Russland besitzt als ständiges Mitglied ein Veto-Recht. Foto: dpa

HB MOSKAU/SOTSCHI/WIEN/BRüSSEL/NEW YORK. China und mehrere zentralasiatische Staaten verweigerten dagegen am Donnerstag eine vom russischen Präsidenten Dmitri Medwedew gewünschte demonstrative Unterstützung für den Kreml-Kurs. Die Europäische Union plant bei ihrem Sondergipfel am kommenden Montag eine Verurteilung Moskaus, ohne Russland jedoch weiter in die Isolierung zu treiben. Über die Lage im Kaukasus berieten am Donnerstag auch die höchsten Gremien der Uno und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Die Verurteilung Russlands werde „klar“ und eindeutig sein, verlautete nach einem Vorbereitungstreffen der EU-Botschafter in Brüssel. Der Gipfel wolle klarmachen, dass nach dem Einmarsch der russischen Truppen „nicht zur Tagesordnung übergegangen werden“ könne. Nach Angaben von Diplomaten wird der Sondergipfel Russland auffordern, alle sechs Punkte der von Frankreich vermittelten Waffenstillstandsvereinbarung mit Georgien umzusetzen.

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin warf den USA eine Manipulation des Kaukasus-Konflikts vor. Die Regierung des republikanischen Präsidenten George W. Bush habe Georgiens Führung dazu ermuntert, Südossetien anzugreifen, sagte Putin dem US-Sender CNN in Sotschi. Dies sei geschehen, um einem Präsidentschaftsbewerber zu nützen, zitiert der Sender Putin auf seiner Internetseite. Für das Amt des US-Präsidenten kandidieren der Republikaner John McCain und für die Demokratische Partei Barack Obama. Putin nannte in dem Interview aber keinen Namen.

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