Geplante UN-Rede
USA könnten Irans Präsidenten Einreise verweigern

Die USA erwägen, dem neuen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad wegen einer möglichen Verwicklung in die Geiselnahme amerikanischer Diplomaten in Teheran die Einreise zu verweigern. Das berichtet die "New York Times".

HB WASHINGTION. Ahmadinedschad will im September vor der UN-Vollversammlung in New York sprechen. Nach seiner Wahl zum Präsidenten hatten ehemalige Geiseln erklärt, er sei einer der radikalen Studenten gewesen, die 1979 die US-Botschaft in Teheran besetzt und dutzende US-Bürger mehr als 400 Tage mit Billigung der Revolutionsregierung festgehalten hatten. Ahmadinedschad hat diese Vorwürfe zurückgewiesen.

US-Außenamtssprecher Adam Ereli hatte zuvor in Washington gesagt, eine Entscheidung über ein Visum müsse gründlich abgewogen werden. "Wir bewerten die Visaanfrage unter Berücksichtigung unserer Verantwortung für das UN-Hauptquartier, aber auch mit Respekt für die früheren Geiseln." Ereli räumte ein, dass Visa für die UN-Versammlung nicht nur an Verbündete der USA vergeben werden dürften.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid-Resa Assefi, kritisierte die amerikanischen Haltung scharf. "Falls die USA nicht die Gäste der UN betreuen können, hat das Land auch keine Befugnis, Ort einer internationalen Organisation wie den UN zu sein. Weder politisch noch rechtlich haben die USA das Recht, das Visum zu verweigern und wir hoffen, dass die USA solch einen großen Fehler nicht begehen werden."

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