Gericht: Mindestens seit Mitte 2003 geplant
Anschläge von Madrid wohl lange vorbereitet

Drei Wochen nach den Anschlägen von Madrid haben die spanischen Ermittler einen Tunesier als den mutmaßlichen Chef des Terror-Kommandos identifiziert.

HB MADRID. Die Anschläge am 11. März sind Gerichtsdokumenten zufolge mindestens seit Mitte 2003 von dem aus Tunesien stammenden Mann geplant worden.

Nach den vom spanischen Chefermittler, Richter Juan del Olmo, veröffentlichten Dokumenten wird der 35-jährige Tunesier Serhane ben Abdelmajid Farkhet als Drahtzieher der Anschläge gesucht, bei denen 191 Menschen getötet und etwa 1900 verletzt worden waren. Er sei als Koordinator der Attentate identifiziert worden. Farkhet, der auch als „der Tunesier“ bekannt ist, ist die erste Person aus dem nordafrikanischen Land, die der Beteiligung an d en Anschlägen verdächtigt wird. Haftbefehle bestünden zudem gegen fünf Marokkaner.

Bislang steht die aus Marokko stammende Islamische Kampfgruppe im Zentrum der Ermittlungen zu den Anschlägen. Sie gilt nach Angaben des spanischen Innenministeriums in erster Linie als verantwortlich für das Attentat. Dem US-Außenministerium zufolge will sie einen islamischen Staat in Marokko und unterstützt Osama bin Ladens El Kaida im Kampf gegen den Westen.

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