Gericht muss Mehrheitsverhältnisse prüfen
Simbabwes Parteien fechten Wahlergebnisse an

In Simbabwe haben die Regierungspartei Zanu-PF und die Oppositionsbewegung MDC insgesamt die Hälfte aller Wahlentscheidungen für das Parlament angefochten. Beide begründen dies mit Unregelmäßigkeiten bei der Wahl am 29. März.

HB HARARE. In Simbabwe haben die Regierungspartei Zanu-PF und die Oppositionsbewegung MDC insgesamt die Hälfte aller Wahlentscheidungen für das Parlament angefochten. Nach den offiziellen Ergebnissen hat die Zanu-PF erstmals seit der Unabhängigkeit des Landes 1980 ihre Mehrheit verloren.

Die staatliche Zeitung „Herald“ berichtete am Mittwoch, die Zanu-PF habe die Wahlergebnisse für 53 Parlamentssitze und die MDC jene für 52 Sitze angefochten. Beide begründeten dies mit Unregelmäßigkeiten, die den Wahlausgang am 29. März beeinflusst hätten. In 23 Wahlbezirken ist nach Einsprüchen bereits neu ausgezählt worden. Dabei wurde die Niederlage der Zanu-PF jeweils bestätigt. Insgesamt hat das Parlament 210 Sitze. Damit hängt nun die Hälfte der Mandate von einer Gerichtsentscheidung ab.

Das Parlament kann sich zwar jetzt schon konstituieren. Mit dem Gerichtsentscheid über die 105 Beschwerden könnten sich aber die Mehrheitsverhältnisse wieder ändern. Das Gericht hat für sein Urteil sechs Monate Zeit.

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